Fürstenthum Kelat.
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sich einst durch zahlreiche Städte auszeichnete, ist jetzt nur voll von Rui-nen, unter denen die Bewohner ihre Zelte aufgeschlagen haben; dochbemerkt man auch einige neuere Städte, darunter Dnschak, der heutigeHauptort, eine ziemlich volkreiche und lebhafte Stadt ist, deren Bewohnersich von den übrigen Bewohnern Seistans durch größere Gesittung unter-scheiden.
Das Fürstenthum Kelat,
und die kleinen Haüptlingsschaften in der Landschaft Mekran.
Der südöstliche Theil des Hochlandes von Iran wird von der Land-schaft Melran gebildet, die sich von der östlichen Grenze der persischenProvinz Kerman bis zu dem hohen Gebirge erstreckt, welches Iran von^ndien scheidet, und die nördlich das Fürstenthum Herat» sowie dasUnter britischer Oberherrlichkeit stehende Königreich Kabul, südlich aberdas indische Meer zu seiner Begrenzung hat.
Eine lange Kette von West nach Ost streichender Gebirge theiltMekran in zwei Abtheilungen, von denen die nördliche unter dem Namen-«ilutschistan bekannt ist. Die mittleren Gegenden sind durchaus gebir-gig und von Thälern und Ebenen durchschnitten, von denen einige außer-ordentlich fruchtbar, andere öd und wüste sind. Die Gebirge laufenUarallel mit der Küste, und stehen in der Regel zwei bis dritthalb Mei-von ihr entfernt, außer am Vorgebirge Dschask, zu Tschobar und in^r östlichsten Landschaft Lus, wo sie unmittelbar au's Meer treten. In^us erreichen die Berge eine Höhe von 3,000 Fuß, allein hier scheinenweniger von den genannten, in Parallelrichtung streichenden Bergket-abzuhängen, als vielmehr von demjenigen Gebirgssysteme, welches,"m Laufe des Indus folgend, von Nordnordost nach Südsüdwest streicht,>>id Königreiche Kabul kommend, den östlichsten Laus von Bi-
Utschistan und Mekran erfüllt.
> Dieses ganze Gebiet stand bis zum Ende des achtzehnten Jahrhun-"ts unter der Herrschaft eines einzigen Fürsten, nämlich des FürstenKelat; allein seit jener Zeit haben sich verschiedene Haüptlinge un-udhängig gemacht, so daß es gegenwärtig in mehrere Staaten zerfallt,, °u denen jedoch das Fürstenthum Kelat noch immer das größte undWichtigste ist. Auch der Sultan von Maskat hat Antheil an dieser^udschaft, zwei ihrer Kirstendistrikte stehen unter seiner unmittelbaren"mittelbaren Hoheit.
p Die Bevölkerung von Mekran besteht aus einem großen Gemischlick afghanischer, indischer und arabischer Völkerschaften, zu denens/? '"gar afrikanische gesellen. Die Urbewohner waren ohne Zweifel^""anbetende Perser, die im Lauf der Jahrhunderte von den aus ihren'Schluchten der Hindukusch rc. hervorbrechenden Afghanen-Stämme"locht wurden. Diese Stämme heißen hier Bilutschen, «in Name,de, "ch jedoch wiederum in mehrere Unterabtheilungen spaltet, unterder Brahus im östlichen Theile des Landes, im Fürstenthumganz besonders hervortritt. Die Bilutschen sind, wie alle Afgha-V'rghau«, vi. r. vbth. 8