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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Fürstenthum Kelat.

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Das Fürstenthum Kelat enthält die größere Osthälfte von MekranUnd Bilutschistan. Es erstreckt sich von der Seeknstc bis über den 3V°nördlicher Breite hinaus, und vom 59° bis gegen den 67° östlicher Länge;und mag einen Flächeninhalt von beiläufig 7,vvv d. OMeilen haben, aufdem etwa l'/, Millionen Menschen leben mögen

Das Fürstenthum besteht aus der Küsten Provinz L»s, die ihren eige-nen, dem Fürsten von Kelat tributpflichtigen Haüpiling bat, sodann ausden Gebirgsprvvinzen Dschalawan und Sarawan, der Niederlands-Pro-vinzen Kutsch-Gendawa, Zuhri und Anund Dadschnl, aus den nördlichvon der Hauptstadt Kelat belegenen kleinen Distrikten Schal und Mä-stung, an der Grenze des Königreichs Kabul, »nd endlich aus den Distrik-ten Kharan und Kitsch, von denen der zweite ein Vasallenthum desFürstenthums Kelat ist.

Die Provinz Lus ist niedrig und flach, vom Pnrallyflusss bewässert,der in den Gebirgen von Dschalawan entspringt, bei der Hauptstadt derProvinz, Beila, mit 5,««« I., vorüberfließt, und sich in der Bucht vonEoumeiiay in's Meer ergießt. Diese Bucht hat ihren Namen von demwichtigsten Hafenorte des Fürstenthums Kelat, der ungefähr 2,5V« I.zählt. Der Boden dieser Provinz ist zwar sandig, aber er trägt reichlicheErnten. 25,0V« Seele» höchstens machen ihre Bevölkerung aus, die ausdem manchfaltigsten Gemisch der oben erwähnten Völkerschaften besteht.Vier Pässe führen über das Gebirge, welches Lus auf drei Seiten um-gürtet; zwei geleiten nach Sinde, einer nach dem westliche» Mekran undeiner in die Gebirgsprvvinzen Dschalawan u. s. w. Das Gebirgssystem>n diesen Provinzen scheint aus zwei Hauptkctten zu bestehen, die in derschon oben erwähnten Normaldirektion von Nordnortost nach SüdsüdwestUi streichen scheinen, dergestalt, daß sie ein verhältnißmäßig breitesPlateau begrenzen, welches in der Hauptstadt Kelat eine Höhe von6.««« Fuß über dem Meere erreichen mag. Von Bergzügen niedererArt durchzogen, die jedoch ebenfalls in jener Normalrichtung streichen,bilden sich mehrere Thäler und selbst Ebenen, wie die von Wudd, Khos-dar und Sohirab, die einer hohen Kultur fähig sind, und, obwohl mitGerölle überschüttet, in günstigen Jahren die reichlichsten Ernten anheizen, Gerste rc gewähren, indeß die Bergabhänge und kleinen Thälerütit den herrlichste» Rasen bekleidet sind. Ader die eigentliche Kornkam-mer von Herat ist die Provinz Kutsch-Gendawa, deren schwarzer undwhmiger Fruchtbvden reich bewässert ist und in den Monaten Juni,>Nili und August vom periodischen Regen getränkt wird, und außer den^rschiedenen Getreidearten auch Baumwolle, Indigo, Krapp u. s. w.hervorbringt; der hier gewonnene Indigo übertrifft den bengalischen an^üie und wird tbeürer bezahlt. Große Quantitäten ihrer Rohproduktestudet diese Provinz nach den Seehäfen Soumeany und Karatschi (letztereSind«), von wo sie nach der Küste von Mekran und nach Maskat^»d andern Punkten verschifft werden. Anund Dadschel liegt nördlichKutsch-Gendawa; daö Klima ist in dieser Provinz besser, als in derr'stetzt genannten, dabei der Boden eben so fruchtbar. Überhaupt istM'est Provinz einer der ergiebigsten und wichtigsten Bestandtheile desfürstenthums Kelat. Zuhri gilt für die civilisirteste Provinz. Sie ent-die Hauptstadt gleiches Namens, mit etwa 8,«««J., und die StadtTraber, mit ungefähr gleicher Bevölkerung. Schal und Mustung zeich-nn sich durch ihren vortrefflichen Obstbau aus; diese Distrikte liegen"Uf der Hochebene, aber tiefer als Kelat, die Hauptstadt, die ungefähr