Buch 
6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
116
JPEG-Download
 

116 Mohammedanisches Staatensystem.

2v,v0l> I. zählt und von einer Erdmauer umgeben ist. Das Schloß,die Residenz des Fürsten, steht hoch oben auf einem Berge, und galt inden Auge» der Jngebornen für uneinnehmbar; die Engländer aberhaben es während des letzten Afghaneu-Kriegs erstürmt, und durch Be-setzung der Hauptstadt den Fürsten und sein Land gleichsam unter ihreKontrolle gesetzt (siehe britisches Reich). Kelat hat viele hundert Fami-lien gewerbfleißiger Hindus zu Bewohnern, der Basar ist mit Waarenaller Art reichlich versorgt; die Stadt hat ein wohlhabendes Ansehenund treibt, als Mittelpunkt des Fürstenthums und insbesondere seineröstlichen Provinzen, einen ansehnlichen Handel.

Am nordwestlichen Fuße der Berge von Kelat liegt der kleine DistriktNuschky, am Rande der großen Salzwüste, die sich von hieraus westwärtsüber das ganze nördliche Vilntschista» verbreitet, und mit der Wüstevon Seistan und Persien in unmittelbarer Verbindung steht. Die Wüsteist hier in Bilutschistan bald eigentliche Wüste, bald Steppe, mit der^88a ioetilla Pflanze bewachsen, und hin und wieder von trockenenFlußbetten durchfurcht, die in der Regenzeit Wasser enthalten; darunterder Burdu, der, nachdem er den Boden der Wüste verlassen hat, daöFürstenthnm Pundschgur, und weiter südlich die Kelat-Proviuz Kidscbdurchschneidet, um in der Näh« des maskatischen Küsteudistrikts Tschobarin's Meer sich zu ergießen. Dieses Flußbett mit seinem periodischenFlusse, welches Bilutschistan und Mekran von Norden nach Lüde» durch-furcht, ist, soweit unsere geographischen Kenntnisse bis jetzt übersehenlassen, die einzige größere Einsenkung dieses Landes, in welcher muth-maßlicher Weise einst der Hilneed sein Wasser in's indische Meer ab-führte. Kidsch ist der wichtigste Ort im mittlern Mekran, mit einemstarken Fort, dem Sitz des Gouverneurs, der zwar dem Fürsten vonKelat unterthänig ist, aber keinen Tribut an denselben zahlt. DieseStadt bildet einen Straßcn-Kuvten, denn in ihm treffen und schneide»sich die Wege von Kandahar, Kelat, Khosdar und Beilah nach den See-häfen Gnalter und Tschabar, von denen der erstere noch zum FürstenlhuMKelat gehört. Ebenso der kleine Seehafen Urbu. Daö Land zwischenKidsch und der Küste ist flach, ein oder Landstrich, hin und wieder mitgroßen Pflanzungen der Dattelpalme besetzt und von Bergzügen durch-schnitten, die von Norden nach Süden streichen.

Während der Monate März bis November, ganz besonders aber >"der Khormi-Pns, d. h. Dattelreife, die in den Anfang des August fällt,ist diese Landschaft und das ganze südliche Mekran einer außerordent-lichen Hitze ausgesetzt, die zuweilen so intensiv wird, daß selbst die 2>^wohncr ihre Hütten nickt verlassen. In den drei übrigen Monaten desJahres, im December, Januar und Februar, oder in der kalten Jahres-zeit, ist es in diesen Gegenden noch wärmer, als im hohen Summet,den Monaten Juli und August auf den Gebirgen von Bilurschista'?'deren Klima dem eüropäischen nahe sieht, denn man unterscheidetvier Jahreszeiten, von denen der Sommer niemals sehr heiß, der W>nl^dagegen aüßerst kalt und mit sehr starkem Schneesall begleitet ist,schon im October einzutreten pflegt. So ist die klimatische Beschaffendender Provinzen Dschalawa» und Sarawan, woraus man schließen darf,daß diese Gegenden die erhabensten deö ganzen Hochlandes von Jswsind, daß sie in der That den Alpen deö Hindukusch im KöuigreiMKabul nur wenig an Höhe nachstehen werden. Ähnlich, jedocheinem geringeren Wechsel der Wärme und Kälte, ist das Klima >

westlicher

Regengüj

werden.

I"

Eilen beisoll es 5in großewachsenbegegnenKlimate.

Diewelche inKasund BäclMenge eein großePurthums, benthält 1bewässertSüd-Mek»der Mi<Wulheils vv>ern dies«April, N

Und die lSchafenMag, v«

^ sich,Spitze, z

Pal8Ur. Dat>ern dürrlein FürsB n i''»Mittelt° viel Kwerde» k^'Nen CButten d

w-r Alle^ögen, h"wa i.9,

l- Millü