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Mohammedanisches Staatensystem.
dem englischen nicht gleichkommt. Die Pferdezucht von Buchara ist,nebst der arabischen, die berühmteste des Morgenlandes, denn sie hatdas turkmanniiche Roß zum Gegenstand. Der Usbeken-Stamm Karabir,der in der Gegend von Sainarkand und Schehersebs seßhaft ist, ziehtdas schönste Pferd, »nd Buchara ist der Hauptmarkt für die NoßkämmeTürkistans; aber auch am Oxus, bei Balkh, Anvkhu und Meimanehist eine schöne Nasse desselben Pferdes zu Hause. Der Preis eines turk-mannisches Hengstes ist so hoch, daß man in Indien nicht selten 2,vt>0Thlr. dafür bezahlt. Außer diesem edlen Roß ziehen die Kasaken ihrkleines, langmähnigeS und langschwänziges Pferd, das ebenfalls in gro-ßer Achtung steht. Ein sehr nützliches Hauschier für Buchara ist derEsel, der sowohl zum Reiten, als zum Laftiragen benutzt wird. Maul-thiere gibt es nicht, ein religiöses Vvrurtheil ist der Einführung diesesThieres entgegen. Bienenzucht ist in Buchara im Gange, ganz besondersaber die Seidenzucht, die in allen Gegenden des Königreichs betriebenwird, wo es nicht an Wasser fehlt, also in den Kulturstricke», wo jederBach, jeder Graden mit Maulbeerbaümen bepflanzt ist. Am ausgedehn-testen ist dieser Zweig der landwirthschaftlichen Gewerbe in der ProvinzLub-i-ab, wo sämmtliche Wanderstämme damit beschäftigt sind, undauch die beste Seide von ganz Buchara erzeugen. Diese Seide geht fastganz nach Kabul und Indien, und da sie in großer Menge gebaut wird,so ist sie auch wohlfeil. Buchara's Seiden-Mauufakturen haben einen sogroßen Umfang, daß sie mit dem einheimischen Produkt ihren Bedarfnicht decken können und bedeütende Quantitäten aus Cbokand beziehenmüssen. Die Jagd auf Pelzthiere, besonders auf den Fuchs, ist in denSteppen Buchara's, wie in ganz Turkistan, aüßerst ergiebig, und Fi-scherei wird im Oxus sowohl, als im DenghiS-See der Provinz Karakulbetrieben.
Was die Mineral-Erzeugnisse anbelangt, so führt der Oxus eine sogroße Menge Gold, wie wohl kein anderer asiatischer Strom; und vonseiner Quelle bis zur Mündung in den Aval-See beschäftigt man sichin seinem Bette, nachdem das Hochwasser vorüber ist, sehr lebhaft underfolgreich mit der Gvldwäscherei. Der Fluß von Buchara, oder derKvhik, hat auch, wie wir gesagt haben, den Namen Serafschan, unddas beißt goldführenden Fluß. Außer Gold hat Buchara kein anderesMetall; Silber, Eisen und Kupfer muß aus Rußland eingeführt wer-den. Salmiak wird in seinem natürlichen Zustande in den Bergen derProvinz Dschessak gefunden, und Seesalz der Landsee», sowie Steinsalzgibt es in Menge.
Die technische Kultur beschäftigt im Königreich Buchara ung<"fähr dieselben Industriezweige, als in Persien. Aus Kameelhaaren wer-den von den noinadisirenden Kirgbise» und Turkmannen Zcüge versertigl-Die Fabrikation von Shawls und Gürteln aus Ziegrnwvlle blühet i"der Grenzstadt Uratepe. Samarkand liefert das beste Baumwollengarnin ganz Turkistrn; große Quantitäten davon gehen nach Rußland.den Baumwvllengeweben verhält es sich eben so, »nd daß die SeidelsManufaktur in Buchara in hoher Blüthe stehe, haben wir bereite obe>bei der Seidenzucht gesagt. Russische Kaufleute lassen nicht selten "Buchara Seidenzeüge »ach vorgeschriebenen Mustern verfertigen. A»eübrigen Gewerbe sind von minderem Belang.
Die Handels-Vrrbindungen Buchara's haben in der Hauptstadt t"ganz Turkistan ihren Mittelpunkt, von dem aus Karavauenstraßen »a^
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