Königreich Buchara.
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schätzt, als das Smyrna-Produkt. Überhaupt läßt sich sagen, daß derNational-Neichthnm von Buchara aus der Baumwollenpflanze beruht, soausgedehnt ist ihre Kultur. Hanf wird der Körner wegen gebaut, umdaraus Öl zu pre»en, und ein berauschendes Getränk, Namens Bauz,zu bereuen; außerdem dienen die Stengel zum Viehfutler und zumRauchen, statt des Tabaks. Die Ölpflanze aber, welche am meiste» inBuchara, wie in ganz Turkistay gebaut wird, ist der Sesam. Der Thee-strauch soll zwischen Samarkaud und der Grenze von Chokand wachsen,allein diese Nachricht bedarf der Bestätigung. Auf den niedrigen Ber-gen von Karschi und Balkh wächst eine kleine gelbe Blume, NamensJsbaruk, die als Farbestoff benutzt wird und eine bessere Farbe gibt, alsdie Rinde des Apfelsinenbaums. Krapp ist von allen Färbestoffen der-jenige, welcher am meisten und mit großer Sorgfalt gebaut wird; dochbenutzt man auch die Wurzeln des Weinstocks, die eine dunkelrothe Farbegeben, in der Färberei. Weder Indigo noch das Zuckerrohr gedeihen inBuchara. Diese beiden Artikel sind eine Haupteinfuhr aus Indien. Einsehr gewöhnliches Surrogat für den Zucker ist das Gummi des Kameel-dorustrouchs, einer Pflanze, die in den meisten Länder» Indiens wächst,aber nicht überall den Turundschubien, so heißt das zuckerhaltige Gummi,liefert; dieses scheint an einen bestimmten Boden gebunden zu sein, undes unterliegt keinem Zweifel, daß es zur Zubereitung von Zucker unbe-denklich benutzt werden könne. Ein Strauch, den die Usbeken Ul-susUnd Atschik-bui nennen, wächst an den Ufern des Opus u >d der übrigenFlüsse des Landes; er ist bemeikeuswerth, weil an den Wurzeln zu ge-wi»en Jahreszeiten ein Insekt lebt, welches wie die Cochenille eine rotheFarbe liefert. Das Gesetz Mohammeds verbietet das Rauchen, undMan hält in Buchara strenger als in irgend einem andern Lande desIslam auf die Befolgung des Gesetzes; nichtsdestoweniger raucht Jeder-mann im Geheimen. Der beste Tabak wächst bei Karschi. Doch wirddr nicht in großer Quantität gebaut. Man raucht in Buchara nicht ausKaliuns, sondern aus gewöhnlichen Pfeifen. Mohn wird etwas in denBärten um die Stadt Buchara gebaut, indessen wird daö Opium, wel-kes man daraus bereitet, im Lande selbst nur wenig verbraucht, dergrößte Theil des Produkts geht nach China. Rhabarber wächst auf denAnhöhen von Karschi, man genießt ihn roh und gekocht als Küchenge-Mächs. Mic Ausnahme des Äk-Tagh, der gegen Samarkand hin dichtbewaldet ist, hat das Königreich Buchara keine Waldungen. DagegenYachsen überall in den Kulturstrichen Pappeln, von denen man das nö-tige Bauholz nimmt.
^ In der Viehzucht stehen daö Schaf und die Ziege obenan. VomSchafe ist besonders diejenige Varietät hervorzuheben, welche von denArabern in der Provinz Karakal gezogen wird, und welche die berühm-schwarze» Felle liefert, die mau zu Mühen benutzt und in Persieniheüer bezahlt. Werden diese Schafe verpflanzt, so verändert sich die^vlle. Man tödtet die Lämmer 5, 6 bis höchstens 14 Tage nach der2 ^"rt. u„d die ganze jährliche Ausfuhr steigt auf 200,vvv Felle. Die^Mge ist wegen ihres Flaums berühmt, der nur der Kasimir-Ziegenwolleach, 7 ehf Thier, welches diesen Flaum trägt, wird von den »o-
adifi,e„x>e„ Kasaken gehalten, die auch ein sehr ausgedehnte Kameel-^'mt Reiben. Das baclriiche Kamee! allein ist es, welches gezogen wird;.. . Zeichner sich von dem Dromedar durch größere Stärke aus. Rindvieh"d in Buchara nicht viel gehalten; es ist von schöner Art, obgleich eS