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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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131
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Das Fürstenthum Schehrsabeö oder Schehersebs. 131

Termes auf der West- und Kulab auf der Ostseite. Es ist durchausgebirgig; eine Bergkette, welche die Jngeborenen Koh-i-tun nennen, unddie ohne Zweifel mit dem Barlun-Tagb der Bucharen identisch ist, durch-schneidet das Land von Norden nach Süden. Sie enthält große Stein-salz-Ablagerungen, mit deren Produkt ein bedeutender Handel nach allenNachbarländern getrieben wird.

Hissar ist vortrefflich bewässert und treibt einen ausgedehnten Reis-bau; es nimmt überdem Theil au den industriellen Bestrebungen Bu-chara's. Sein Handel mit den benachbarten Gegenden ist jedoch vonkeiner Bedeutung, da keine der großen Karavanenstraßen zwischen Turki-stan und Afghanistan u. s. w. das Land durchschneidet.

Tadschiks und Usbeken machen die Bevölkerung dieses Staates auö.Letztere scheinen die Mehrheit zu bilden. Das Land steht unter derRegierung von vier Häuptlingen, die sich bei dem Tode ihres Vatersin die Herrschaft getheilt haben. Diese scheint jedoch eine gemeinsamezu sein.

Hissar, die Hauptstadt, auf einer Anhöbe 2 Mln. westlich vom Sa-ridschui oder Kafer-niban, der ein sehr fruchtbares Thal bewässert. Siesoll 3,VVV Häuser enthalten. Ramid. ungefähr 14 Mln. nördlich vonHissar, ist eine ziemlich bedeutende Stadt, in der Nähe eines der höch-sten Berge des Landes. Andere Ortschaften sind: Deinau, Saridscbui,Tupalak, Negar, Kara-Tagh, Detscht-abad, Tschok-masar, Chodscha-4-aman, Abecherm.

Das FurftenthllM Schehrsabes oder Schehersebs.

Dieser kleine Staat von ungefähr U>« OMeilen Flächeninhalt liegt?n dem centralen Tbeile TurkistanS, rings umgeben von dem KönigreichBuchara und dem Fürstenthume Hissar, von denen ersteres die nördliche,festliche und südliche, letzteres die östliche Grenze bildet. Schehrsabeögilbet einen Theil der großen Ebene von Buchara, doch erbebt es sich an"inem östlichen Rande zu den äußersten Stufen des Schnee-GebirgesAsra-Tagh oder Voitun. Den Hauptzug in der Physiognomie der Ober-näche diescv kleinen Ländchenö bildet der Fluß, welcher auf BucharaGebiet Kaischi genannt wird. In einer Breite von 4 bis 5 d. Mln.wird das Wasser dieses Flusses durch Wasserleitungen auf die FelderHMhrt, die in Schehrsabes sehr reichliche Ernten an Reis liefern. DerV"ß wird von dem Wasser der Schneeschmelze gespeist. Der Fürst vonschehrsabes bat diesen Zufluß so in der Gewalt, daß er jeden Augen-süek das Wasser aufsaugen und absperren kann, wodurch der am Unter-,^"f gelegene Buckara-Distrikl Karschi den größten Verlust erleidet. Derj "Zugige Turnus, welcher in Buchara bei Benützung des Flußwassersw Gebrauch ist, gilt auch für Schehrsabes. Dieses Fürstenthum er-B"gt dieselben Natur- und Kunst-Produkte als Buchara. Unter den er-> ere» ist jedoch ganz besonders die Baumwolle hervorzuheben, die nirgends' ganz Turkistan so schön wächst, als in Schehersebs; man zieht sie. "n andern Gattungen vor und bezahlt sie um '/, bis '/- theürer, als. ^ Baumwolle von Buchara. Schehersebs ist auch wegen seiner Pserde-»ucht berühmt; mit Samarkand ist hier die Heimath des schönsten

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