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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatensysiem.

Pferdes, was es gibt, desjenigen nämlich, welches unter dem Namendes turkmannischen bekannt ist. Auch in der Banmwollen-Spinnerei hatdieses Fürstenthnm einen eben so großen Ruf, als Samarkand. Schehr-sabes, die Hauptstadt, steht aus der Stelle des alten Kesch; andereOrtschaften dieses Fürstenthums sind: Kitab, Duab, Dschaus, Pitahauch,Jakabak, Utakurghan.

Das Fürstenthum Klindus.

Zwischen dem Opus und den Ketten des Hindnkusch liegt dieses etwa2,4V» d. ll> Meilen enthaltende Fürstenthum, ei» Gebirgöland auf dennördlichen Abhängen des genannten Gebirgs, so wie auf den westlichendes Bolor Tagh, desjenigen Qnerriegelö, welcher Tnrkistan von deinchinesischen Reiche trennt. Dieses Reich begrenzt das Fürstenthum Kun-dns also auf der Ostseite; auf der Südseite liegt das Königreich Kabnl,auf der Westseite das Königreich Buchara, und gegen Norden das Für-stenthum Hissar, so wie das noch kleinere Fürstenthum Derwazeh. DerOpus oder Amu ist die HanptpulSader von Knndns; der Ursprung deSStromes in dem kleinen Alpensce Sir-i-knl liegt innerhalb der Grenze»dieses Landes, und alle anderen Gewässer desselben gehören dem Gebietedes Opus an. Das Fürstenthnm Knndns liegt in dem innersten Winkeljener zwei Gebirgssysteme, die sich fast unter rechtem Winkel treffe».Die bedeütendc Höhe, zu welcher sich die meisten Gegenden erheben, mäs-sigen die Sommerhitze des Kontinental-Klima'ö sehr ansehnlich und bringteinen äußerst strengen Winter hervor, während dessen der Boden Mo-nate lang mit ungeheuern Schneemassen bedeckt ist, die, was auch schonim Fürstenthume Hissar der Fall war, bei der Schmelze im Frühjahrund den ganze» Sommer hindurch einen überaus reichen Wasserschahgewähren. Dadurch unterscheiden sich diese Bergländer Turkistans sehrvortheilhaft von den Ländern der Ebene; auch dadurch, daß sie an denGehängen des Hindn-Knsch Wälder tragen, die erste Erscheinung eineskräftigen Baumwuchses, wenn man von Europa her, wir wollen sage"vom Ural, Hunderte von Meilen zurückgelegt hat, ohne einen Wald er-blickt zu haben.

Die Bevölkerung des Fürstenthnms Knndns besteht aus Tadschiks-die von den Usbeken unterjocht worden sind. Letztere sind jedoch »i»stso zahlreich als in Buchara, Hissar und Schehrsabes, und haben sich n»rin den westlichen Bezirke» als seßhafte Ackerbauer niedergelassen; lwöstlichen Theile des dem Fürsten von Kunduö unterworfenen Landes,dem vormaligen Königreiche Badakschan und in den ehedem unabhängi-gen kleinen Fürstenthümern Knlab, Schngnan, Wakha», gibt es Ekeine, oder doch nur sehr wenige Usbeken oder andere Türke». Tumediatistrten Fürsten von Badakschan und die genannten kleinen St^ten behaupten, von Alexander, dem Macedonier, abzustammen. D>o>Länder haben seit der Unterjochung durch die Usbeken außerordentlichlitten; sie sind fast ganz entvölkert worden, kenn die Tadschiks hub-sich den Erpressungen der usbekischen Soldaten durch Auswanderung e> 'zogen. Badakschan ist sehr wahrscheinlich von Persien her kolonisirt wden; seine Bewohner entwickeln fast denselben Lolköcharakter, wie

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