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Mohammedanisches Staatenspstem.
tur fast aus Null herabgesunken. Prachtvoll sind die Wälder, welche dieHöhen, Abhänge und Thäler der majestätischen Kette des Atlas bedecken,und die sowohl treffliches Bauholz, als jenes zu ander» Bedürfnissenliefern.
Ausgedehnter als der Ackerbau ist die Viehzucht, die, wie in denwestasiatischen Ländern, auch hier in Afrika das Schaf und die Ziegezum Hauptgegenstande hat. Die Wolle, welche das marvccanische Schafliefert, ist sehr fein, und derjenigen vorzuziehen, welche die besten Schä-fereien Eüropa's gewinnen. Araber und Mauren treiben vorzugsweisedie Schafzucht; dagegen widmen sich die Amazirghen mit Vorliebe derZucht und Pflege des Rindviehs und der Ziegen. Man schätzt die Zahlder Schafe, welche im Mogh'rib-ul Aksa gehalten werden, auf 4V bis 4 SMillionen, die der Ziegen auf 12 Millionen, die der Stiere, Kühe undKälber auf 5 bis 6 Millionen. Ochsen kommen gar nicht, oder doch nurin sehr geringer Zahl vor, da daö Verstümmeln der Thiere den religiö-sen Begriffen der Mohammedaner widerstreitet. Das Kameel bildeteinen sehr ansehnlichen Theil des National-Neichthumö der Landbewoh-ner, man glaubt, daß seine Zahl auf V, Million anwachse. Wie inallen von Arabern bewohnten Ländern ist auch hier in Marocco dasPferd das edelste, das gepflegteste unter den Hauöthieren, es ist diesogenannte Barber-Naffe, die mit der turkmanuischen zu den vorzüglich-sten der Welt gerechnet wird. Die Gesammtzahl der Pferde im Mogh'-rib-ul-Aksa übersteigt nicht die von 4VV,VV0. Zahlreicher sind die Maul-thiere, und die Esel mögen sich auf mehr als 2 Millionen belaufrtt-Ungeheüer groß ist die Zahl der Hunde. Von Federvieh sind Hühnersehr zahlreich bei den Ackerbauern sowohl, als bei den Hirten; seltenessind Gänse, Enten und Trurbähne. Bei den Berebern ist die Bienen-zucht, wie schon erwähnt, ein wichtiger Industriezweig. Die Seidenzuctlldagegen ist ganz unbekannt, was um so mehr auffällt, als der Mam-beerbaum trefflich gedeiht. Die Jagd beschäftigt die Amazirghen n»bAraber in großem Maße, dagegen wird ans dem Fischfang, obgleich Me^und Ströme an vielen und guten Fischen Überfluß haben, wenig Nutzt»gezogen.
Dem Bergbau wird theils aus Indolenz und Unerfahrenheit, theil-aus Prinzip der Regierung, wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Fast amBerge dieses Landes enthalten Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Blei u»"Eisen, aber die Gänge werden nicht benutzt, und die einzigen Mi»^-lien, deren Förderung mit etwas Fleiß betrieben wird, sind Kupfer, An-timon, Bleiglanz, Steinsalz und Salpeter; auch Quell- und Seesa'»wird gewonnen.
Die technische Industrie bietet manche Zweige dar, in welche'die maroccanischen Manufakturisten unübertroffen sind. In dieser B?ziehung steht die Lederfabrikativn auf der ersten Stufe. Von Marocchaben die berühmten Maroquins ihren Namen, wovon Fez die bestesrothen, Tafilelt die grünen, und Marocco die gelben liefert; die grü»e»nennen wir Saffians, von Asafi oder Saffia, einem Hafen am atlamtischen Ocean, von wo sie zuerst zu den mitteleuropäischen Völkern g "kommen zu sein scheinen. In dieser Hauptstadt übertreffen die LedAManufakturen Alles dieser Art, was man in Europa kennt; man bereidort Löwen- und Panterhaüte weiß wie Schnee und weich wie Se> :Die Wollenmannfaktnr ist über das ganze Land verbreitet, siehauptsächlich in den Händen der Weiber. Zu Fas arbeitet man M
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