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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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145
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Das Reich Marocco.

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ßer Haut-scheu For-iider kräf-Neigungdie Bere-bisweilenauch auf !lckerbauerHäuser»u'neö undil scheintNeigung, daß wir)enen dievielleichtach über-Maroccownen wirüsseii, —zunächstschiedenerAenschen-»rache iinMauren; Kaiser-sie habe»wegenSchwar-wrschiete-ei diesernördliche»

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den Abendländern und dem der Moros der Spanier entspricht. Nachden Mauren bilden die Araber die zahlreichste Volksklasse; es gibt ihrer74v,0ütt. Sie unterscheiden sich in sesihafte Araber, die in Städten le-ben und Ackerbau und Handwerke treiben, und in Beduinen, welche einüomadisirendes Hirtenleben fuhren und sich nur sehr selten mit Ackerbaubeschäftigen. Das reinste Arabisch, wie es im Koran geschrieben steht,ist ihre Sprache. Es sind schön gebildete Menschen, die sich in Hinsichtder Gemüthsart sehr zu ihrem Vortheil von den Mauren unterscheiden.Zwar zum Zorn und zur Streitsucht geneigt, ist der Zwiespalt bald be-teiligt. Sie haben die alte Einfachheit ihrer Sitten, ihre ursprünglicheLebensart, bewahrt; gastfrei und treu halten die Araber ihr Wort, aberdas hindert sie nicht, die kühnsten Raüber zu sein, nicht allein hier inAtarvcco, sondern überall, wo sie ihr Wanderleben führen. Die Zahlder Juden, welche in Mogh'rib-ul-Aksa ansässig sind, steigt auf weinehalbe Million und darüber. Unter den Bercbern lebt im Hochgebirgedie älteste Kolonie Hebräer, die in den frühesten Zeiten unmittelbar ausPalästina eingewandert zu sein scheint. Diese nennen sich selbst Pilistincr.Älle übrigen Juden sind im 14ten und löten Jahrhundert aus Eüropaherüber geflüchtet. Neger gibt es im Reiche Marocco ungefähr 120,VVO.Sie stammen aus Senegambien, Guinea, dem Lande der Fettätas, undsind als Sklaven hierher geführt. Einige haben ihre Freiheit erlangt,Und es in diesem Zustande zur Wohlhabenheit und zuweilen zu einemAnrissen Einflüsse gebracht. Die strengste Befolgung der Gesetze desPropheten bildet die Religion aller Völkerschaften des Reichs, mit Aus-nahme der Jsraeliten und der wenigen Christen in den Seehäfen, dieNur geduldet sind, und mit Verachtung behandelt werden.

4. Die Kultur des Volks.

Die physische Kultur umfaßt Ackerbau und Viehzucht. Jener°eruht auf dem Erbbesitz des Bauers selbst, nicht des Herrschers, wie inAndern mohammedanischen Ländern; daraus könnte man schließen, daßbfe laudwirthschaftlichen Gewerbe in einem blühenden Zustande seinwürden; allein dieß ist keineswegs der Fall. Das genannte Verhältniß°es Besitzthums ist nicht stark genug, dem Despotismus und der Unwis-wnheit der Regierung, die auf Unterdrückung hinzielt, das Übergewicht^»gewinnen; dazu kommt der Umstand, daß überall da, wo die Natur?en Ackerbau begünstigt, der Mensch wenig geneigt ist, die Gaben Her-olden zu benutzen, sich anzustrengen, zu arbeiten, um schneller undsicherer einen höheren Ertrag zu erzielen. Der Zustand des Ackerbaus" dem gleich, was er vor eilf Jahrhunderten war, d. h. nach der Zeit^ Einfalls der mohammedanischen Araber. Die Agrikultur beschränktN aus das Säen und Ärnten der nöthigsten Getreidearten und Hülscn-uchte, nämlich aufWeizen, Gerste, Mvosbirse, Uolous «or^Iium, Reis,Kanariensamen, Garwansen oder Kichererbsen, Linsen, Bohnen rc.^'usigen unter den Baümen, welche von Menschenhand eine Art"Kultur und Pflege erhalten, sind der Oelbanm, die Dattelpalme,bar'^ lästerliche Obstbaüme und Apfelarten, der Weinstock. Hanf, Ta-"k und Öenna werden in großer Menge, Flachs dagegen nur wenign vaut. J„ früheren Zeilen war die Kultur des Zuckerrohrs sehr aus-Mj/but, und es gibt eine Gegend in Marocco, die noch heutiges TagesUed-cs-succar, d. h. Zuckerland, heißt; allein gegenwärtig ist diese Kul-

^rehau«, Bd. vr II. Abty. 1v