Die Fürstenthümer Mascara und Constantine.
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über Rabatt nach Eüropa ausgeführt werden. In der Nähe liegt zwi-schen schönen Gärten und Obsthainen die Schwefterstadt Efza, aus-schließlich von Berebern bewohnt, die gleichfalls Wollen-Manufakturtreiben. Beide Städte haben I l.vvv I.
Tetauan, schöne und reiche Handelsstadt am mittelländischenMeere, mit 16,000 I., die einen wichtigen Handel mit Frankreich, Spa-nien und Italien unterhalten. Die Ausfuhr besteht in Wolle, Gerste,Wachs, Leoer, Hauten, Schuhen, Matten, Orseillen, Hornvieh, Maul-thieren und Eßwaaren; die Einfuhr in Seidenwaaren, Schießpnlver,Thonwaaren und Tabak. Die Umgebungen der befestigten Stadt sindreizend, voll Obstgärten, Weinbergen und Landhäusern.
Teza, eine der schönsten Städte im Mogh'rib-ul-Aksa, zum ReicheFez gehörig, mit II,VVV I., die einen bedeutenden Handel mit demTlemsan, mit Fas und ankern Gegenden des Binnenlandes treiben.Teza ist, wie wir schon erwähnt haben, der Versammlungsort der nachMekka wallfahrenden Pilger-Karavane.
Die Fürstenthümer Mascara und Constantine.
An die Stelle des ehemaligen, von der hohen Pforte indirekt ab-hängenden Piraten-Staates Algier sind, seitdem derselbe durch dasSchwert der Franzosen im Jahre 1830 aufgelöst worden, zwei andereFürstenthümer getreten, deren Oberhäupter den Bestrebungen der Fran-zosen, sich in Mogh'rib-ul-Asuath festzusetzen, mit aller Kraft und Ener-gie und mit Erfolg Widerstand geleistet haben.
Das Zürstenthum Mascara bildet den westlichen, und das Fürsten-khuin Constantine den östlichen Theil des Mogh'rib-ul-Asnath; zwischenbeiden, südlich von der Stadt Al Dschesair (woraus die Europäer Algiergemacht haben), d. h. Insel, Halbinsel, liegt ein dritter Landstrich, wel-cher von nomadisirendeu Arabern und Kabailen bewohnt ist, die früherbie Oberherrlichkeit des Dep'ö von Algier anerkannten, aber seitdem vie-ler aus der Reihe der afrikanischen Herrscher gestrichen ist, frei gewordenlind, und sich in ihre verschiedene Stämme aufgelöst und selbftständigebild unabhängige Gemeinden gebildet haben.
Mogb'rib-ul-Asuath, oder das mittlere Abendland, wie dieser Theilder Bereberei von den Arabern genannt, grenzt gegen Osten an daStürkische Ejalet Tunis (mit dem Ejalet Tripolis ein Bestandtheil desje-nigen Gebiets, welches bei den Arabern Afrikiah heißt), gegen Nordenn« das mittelländische Meer, gegen Westen an Mogh'rib-ul-Aksa, dasäußerste Westland, d. i. das Kaiserthum Marocco, und gegen Süden anbie Sahara. Von Westen nach Osten beträgt die Länge dieses Land-nrichs ungefähr lS5 d. Meilen, von Norden nach Süden die Breite imDurchschnitt so d. Meilen, so daß sich der Flächenraum zu etwa 4,000b- O Meilen annehmen läßt.
^ Von Westen nach Osten streichende Bergketten, die man als eineüturtsetzung des kleinen Atlas zu betrachten pflegt, erfüllen das Land,mdem sie in größerem oder geringerem Parallelismus neben einander