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Geographie und Statrttik der itolirten StaatenVorder-Indiens.
Seit den Fortschritten der Briten in Indien und der BefestigungU>rer Macht, vermöge deren das indo-britische Reich die PräponderanzSüdasten erlangt hat, habe» nur wenige inheimische Staaten Vorder-indiens ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit behaupten können.
Richte der Gegenwart sind es nur vier, die in diese Kategorie gehö-rn, nämlich die Königreiche Sindhia, Nipal und Lahore, und das Für-sten thu m Dholapore-Barri-Radschakerra.
^ Das Königreich Sindhia liegt im nordwestlichen Theil desInnern von Vorderindien, auf dem Plateau von Malwa. zwischen denEbenen der Dschumna und den Thälern des Nerbudda und Tvpty, vonfeilen einige kleine Abschnitte in sein Gebiet gebören. Ringsum vornbritischen Reiche begrenzt, theils von unmittelbaren Bestandtheilen bes-olden, die auf der Nord- und Ostseite der Präsidentschaften Allababad>>nd Bengal, auf der West- und Südwestseite der Präsidentschaft Bom-Us>Y angehören, theils von mittelbaren Gebietstheilen dieses Reichs, hatdieser Staat einen Flächeninhalt von 2,650 deütschen OMeilen, auf demU'er Millionen Menschen wohnen, die vornehmlich dem Mahratta-Stammder Hi„dus angehören, unter denen das Brahmathum das vorherrschende^laubensbckenntnisi ist, jedoch ohne daß der Islam ausgeschlossen wäre.^»alior ist die Hauptstadt dieses Staats, am nördlichen Ende dessel-ben belegen, eine Stadt mir 80,000 I. und einer Bergfestnng, die, nieder sächsische Königstein, für uneinnehmbar gilt. Udschein, die frühereHauptstadt, ist eine der schönsten Städte in Indien, mit sehr vielenHeachtgebaüden hinduischer Architektur und Skulptur, und seit uraltenZeiten ein Mittelpunkt indischer Gelehrsamkeit, insbesondere auch derAstronomie, gepflegt auf der hiesigen Sternwarte, deren Meridian vonindischen Geographen als erster angenommen wird; die Bevölkerungdieser Stadt wird auf >00,000 Seelen, mit Einschluß ihres Weichbildes^schätzt. Bnrhampur im Topty-Thale ist der Mittelpunkt der moham-medanischen Sekte der Bvhrah oder Jsmanliten, deren Großmvllab hierM'nen Sitz hat. Die Staatseinkünfte von Sindhia werden auf 6 Mil-ben Thaler und die Kriegsmacht zu 20,000 Mann veranschlagt.
Das Fnrstenthum Dh olapvre-Barri-Nodschakerra grenzt"mittelbar nördlich an das Königreich Sindhia. Es ist ein kleines"kbiet von nur 50 deütschen lüMeilen Flächeninhalt.
... Das Königreich Nipal liegt im und auf dem Himalaya, dessen^dchfter Gipfel der Dhawala Giri, oder weiße Berg, innerhalb seinesSlangs belegen ist. Nipal grenzt auf drei Seiten mit dem indo-briti-