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Die isolirten Staaten Vorder-JndienS.
scheu Reiche, auf der Süd- und Westseite mit dem unmittelbaren Gebieteder Präsidentschaften Bengal und Allahabad, theilweise aber auch m>»dem mittelbaren Königreiche Oude, was auch auf der Ostseite von deinFürstenthame Sikkin gilt; gegen Norde» stößt lliipal an das chinesischReich, und zwar an Lüdet. 'Nipal hat einen Flächeninhalt von 2 , 2 üülüMeilen und zwei Millionen Inwohner, die der Hauptmaste nach z»tNtübetischen 'Lölkerstamme gehören die Niwars nämlich, ein friedfertige/,fleißiger Menschenschlag, von dem die Wohlfahrt des Landes abhängigist. Das herrschende Volk indessen sind die Gvrkhas, ein kriegerischerStamm, aus dem die Königsfamilie hervorgegangen ist. Hindus sinkin Nipal als Einwanderer zu betrachten. Brahma- und Buddhathui»sind die Glaubensbekenntnisse der Nipalesen, ersteres unter denen vonHindn-Abkunft, letzteres unter den Tiibetern. Zum Brahmaglaubenbekennt sich auch die Familie des Königs, dessen Gewalt durch eine zügewisse» Zeiten zusammentretende Versammlung der Notabeln des Lan-des einigermaßen beschränkt ist. Kaiman du ist die Hauptstadt desKönigreichs. Zalita Patan, Bhatgang, Rva-Kote, Gvrkha und Tschien-tschin sind die bemerkenswerthesten unter den übrigen Städten. Manschätzt die Einkünfte dieses Staats auf drei Millionen Thaler und feintKriegsmacht auf I5,VNV Mann.
Das Königreich Lahore bildet den nordwestlichen Theil vonVorderindien, und besteht aus dem Pendschab, dem Fünsstromlande zw^scheu dem Indus und dem Sutledsch und den über dieses Flachland sicherhebenden Gebirgslandschaften des Himalaya, unter denen Sukhet,Mundi, Kototsch, Kulu, Tschamba, Lahout, vor allen aber Kaschmir diebemerkenswerthesten sind. Der Sutledsch bildet auf der Ostseite dieGrenze gegen das indo-britische Reich, gegen Westen ist im Allgemeine»der Indus die Scheidewand gegen das unter britischem Schutz stehendeKönigreich Kabul; aber Lahore'S Grenze überschreitet diesen Strom u»oumschließt die afghanische Landschaft Pischauer; auf der Rordseite bilde»die Hanptkelte des Himalaya die Grenze gegen das chinesische Reich'namentlich gegen Klein-Tübet und die tübetiscbe Provinz Nyari, d>egegenwärtig znm Theil von Lahore aus militärisch besetzt gehalten wird-Innerhalb dieser Grenzen hat das Königreich einen Flächeninhalt »o.NIN,VVV deütschen m Meilen und etwa vier Millionen Inwohner. PGAusnahme der Afghanen von Pischauer, unter denen jedoch die Hindkis,Nachkomme» früherer Einwanderer aus Indien, die Mehrzahl bilde»,sind die Bewohner des Königreichs Lahore Hindus, die sich aber wede»znm Brahma-, »och Buddhathum, noch zum Mohammedanismuö, so^dern zu einem eigenthümlichen Glaubenösystem bekennen, nämlich z»^Nanekthnm, einer Association des Islam und des Brahmanismus, h»^Nanek zu Anfang des ISten Jahrhunderts bewirkte, indem er diegötterei des zuletzt genannten Glaubenssystems auf die Verehrung ei»?einzigen Gottes zurückführte. Die Bekenner dieser neüeu Lehre nannt^sich Seiks, oder Siekö, d. h. Schüler, die sich, von den Mohammedanergedrängt und verfolgt, aus einer einfachen Neligionssekte zu einemdeütsamen politischen Vereine erhoben, welcher lange Zeit hindurcheiner Konföderation zahlreicher kleiner Häuptlinge bestand, die aber »'sAnfange des I9ten Jahrhunderts von dem mächtigsten derselben,Radscha Randschit Singh zu einer absoluten Monarchie umgeschaffs,wurde. Neben dem Nanekthnm haben aber auch das Brahmathum, *Kaschmir, und der Islam, in Pischauer, ihre Bekenner. Lahore, ^
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