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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die HeidenweLt.

Il e b e r t i ch t.

Unter dieser Uebersicht verstehen wir die Länder und die Bewohnerderselben, welche den Dienst des höchsten Wesens unter den rohesten For-men üben und Abgötterei und Vielgötterei im strengsien Sinne desWortes treiben. Und zwar umfassen wir mit dieser Uebersicht alle dieHeidenvölker, die theils als Wilde, theils als Barbaren nicht unter derObhut eines der civilisirten Völker aus dem christlichen, mohammeda-nischen oder buddhaiftischen Staatensysteme leben, die auch ihre Heidenhaben, wie namentlich die christlichen Staaten des amerikanischen Sy-stems; wir begreifen unter der Benennung der Heidenwelt die, in ge-sonderten Vereinen, Stämmen, Familien lebenden Völker des mittler»und südlichen^Afrika, von Australien, Polynesien und der Südspitze vonAmerika, die noch außerhalb des Kreises der, durch jene drei Haupt-Glaubeussysteme ausgesprochenen Gesittung stehen, obwohl manche, undhin und wieder nicht unerfolglose Versuche, namentlich vom Christen-thum, gemacht worden sind, diese Heidenvölker der Kultur zu gewinnen.

Die afrikanische Heidemvelt

umfaßt ganz Afrika vom Äquator einer Seits bis ungefähr zum lv".nördlicher Breite, auf der andern Seite bis zum Sndrande des Erd-theils, mit Ausnahme der Kapkolouie, die, als Bestandtheil des briti-schen Reichs, zum europäischen Staatensyfteme gehört, auch mit Aus-nahme der portugiesischen Besitzungen auf der West- und Ostküste, diedemselben Systeme angehören, so wie endlich auch mit Ausnahme deran der Ostküste belegeneu mohammedanischen Länder. Aber alle dieseLänder sind verhältuisimäßig von sehr geringem Umfange, im Vergleichmit der großen Masse der Heidenländer und heidnischen Volker, vondenen man sagen kann, daß sie die südliche Hälfte des Erdtheils durchausbeherrschen.

Dieser Theil von Afrika bildet, so weit sich nach unsern beschränktenKenntnissen seiner physikalischen Geographie bis jetzt beurtheilen läßt, sehrwahrscheinlich in seiner ganzen Erstreckung ein zusammenhängendes Tafel-land, das sich auf dem Rücken zweier Bergsysteme ausbreitet, von denen daseine längs der Ostküste vom Kaplande bis an das Habessinische Hoch-

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