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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die afrikanische Heidenivelt.

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land, das andere längs der Westküste, gleichfalls vvm Südrande bisan daö MündungSdelta des Dschvliba-Quorra streicht. Die östlicheAbdachung dieses muthmaßlichen Tafellandes, welches, wenn es wirk-lich so existirt, wie es sich die systemalisirenden Geographen gemeiniglichvorstellen, das größte auf der Erde ist, neigt sich zum indischen Meere,welchem die großen Ströme Makdaschu, Melinde, Lofih, Zambeje undMehrere andere, deren Lauf, mit Ausnahme des Jambeze oder Kuvmana,den Eüropäern ganz unbekannt ist; die westliche Abdachung ist dagegendem atlantischen Ocean zugewendet und entladet iu denselben den Gariepvder Orange-Strom, den Fischstuß, den Kuanza, den Jaire oder Kuangou. e. a. von geringerer Größe. Hier haben wir auch die unbekanntenQuellen des westlichen Nilarms, oder Bahr el Abiad der Araber zusuchen, der bekanntlich zum Bassin des Mittelmeeres gehört. Bon derBeschaffenheit jenes Tafellandes in seinem Innern haben wir nur sehrUnvollständige Begriffe, und selbst diese erstrecken sich auf beschränkteRaüme und sind dazu von unzuverlässigen Beobachtern mitgetheilt wor-den. So viel jedoch scheint wohl gewiß zu sein, daß sich an vielenStellen über das allgemeine Niveau des Tafellandes Bergreihen erheben,von denen indeß die Streichung und Höhe nur sehr unbestimmt angege-ben sind; auch hören wir von einem See Namens Kuffua, der imInnern des Tafellandes belegen das, zwar nicht unmögliche, doch seltenePhänomen darbiete» soll, daß sein Wasser sowohl nach dem atlantischenOcean, als nach dem indischen Meere abfließe. Auf der Ostseite deSKontinents soll auch ein großer See liegen, den man nach den MarwisZu nennen pflegt, einer Völkerschaft, von der es heißt, daß sich ihreWohnsitze längs der Ufer dieses Sees erstrecken. Mau legt dieselbengemeiniglich innerhalb der östlichen Bergketten, welchen der Name Lu-pata, d. h. Weltrückeu, beigelegt wird, und denen man eine Höhe vonsstlvv Fuß anweist, während einem Berge im Innern des Tafellandes,bem Mnlundu-Zambi, eine Höhe von I5,4»l> Fuß beigelegt wird. DieInsel Madagaskar, die mit zur afrikanischen Heidenwelt gehört, istihrer ganzen Länge nach, von Norden nach Süden, von einer hohenGebirgskette durchzogen, die parallel streicht mit den Lupata-Ketten unddie Spitzen von 10,8V« Fuß absoluter Höhe enthält. Die südlichen Ab-hänge des Kong-Gebirges gehören ebenfalls hierher; man kann sie unterbem gemeinsamen Name» Wankara zusammenfassen.

Ueber die geologischen Verhältnisse dieses ungeheuren Ländergebiets'st wenig oder fast gär nichts bekannt. Daö Urgebirge tritt in all' denGebirgsketten hervor, die von den eüropäische» Reisenden besucht wor-den sind, vornehmlich Granit, aber auch Porphyre, Syenit, Gneis,Glimmerschiefer, Thonschiefer und Urkalk. Von sekundären Gebirgsarten'cheint der Sandstein fast überall in ganz Jnnerafrika eine große Ver-breitung zu haben, indem er bald auf Granitmassen, bald auf Schiefer-gebirgen ruht, und gegen den Südrand des ErdlheilS eine tafelförmige^wne bildet, die wagrecht auf dem Granit lagert, welcher die geschich-teten Gesteine durchbrochen hat; auch sekundäres Kalkgebirge tritt da-rbst auf. Steinsalzlager finden sich vornehmlich im nordöstlichen Ge-biete von Hochafrika. Vulkanische Gebirgsarten sind ebendaselbst ver-breitet; überhaupt scheinen die so eben genannten Gebiete vulkanischenRevolutionen sehr bedeütend unterworfen gewesen zu sein, urtheilt man"ach ^n in Habesch gemachten Beobachtungen, das ein großes Feld derUnterirdischen Feüerkräfte darbietet, welches ohne Zweifel weit in's

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