230
Die Heidenwelt.
male der Gesittung Anspruch zu machen berechtigt wäre. Das wirksamstePrinzip der intellektuellen Bewegung, der religiöse Glauben, hat nir-gends jenen Grad der Reinigung erlangt, welcher allein Zeugniß gebenkann von der Erfüllung seiner civilisirenden Mission; das rohe Christen-thum der Kopten und Äbyssinier, dasjenige, welches der Eifer der evan-gelischen Mission den Hottentotten, Koffern und Negern einheimisch z»machen strebt, ist für die einen wie für die andern nichts als ein Kultusohne Erkenntniß der Lekren, und folglich ohne Wirkung; den Islamhaben wir weiter oben, nnd wohl nicht mit Unrecht, für die afrikanischenVölker als die glückliche Mittelstufe zur Ersteigung der im Christenthumausgesprochenen Civilisation bezeichnet; er ist noch nicht über den Sudanhinaus auf das Tafelland des Innern von Afrika vorgedrungen, n-odas grasseste Heidenthnm, der rvheste Fetischismus herrscht, der de»Kultus, oder richtiger gesagt, eine Vielheit von Kulten bildet, zwischendie sich die Völker des Tafellandes theilen, und selbst diese Anfängehaben unter manchen Völkerschaften die thierische Dummheit derselbennoch nicht durchbrechen können, wenigstens hat man bei diesen Wildenkeine Spur irgend einer Idee von Religion entdecken können.
Der Afrikaner, er möge Christ, Muselmann, Jude, Heide sein,lebt in Polygamie; der Kultus hat hierauf keinen Einfluß, denn dieNatur, indem sie das weibliche Geschlecht zahlreicher werden ließ, alsdas männliche, bat es so gewollt; sie gab überdem dem Weibe nur einekurze Fruchtbarkeit im Verhältniß zu der lange dauernden Zeügungskraftdes Mannes.
Unter allen Völkerschaften der afrikanischen Heidenwelt steht dekHottentotte am tiefsten, der thierischen Rohheit am nächsten. Doch nir-gends steht er vereinzelt; er lebt, mit einigen Ausnahmen, welche Aus-rottnngskriege und das tiefste Elend erklären, im Stammverhältniß,und Geselligkeit herrscht unter allen seinen Völkerschaften, weil sie durst)ein gleichförmiges Sprachsyftem verbunden sind, wie seltsam diese Sprachtmit ihrem Glucken und Schnalzen der Zunge auch immer klingen möge-Eine dumme Gefühllosigkeit ist das Erbtheil dieser elenden Horden, vondenen die gebildetsten, — wenn man bei einer Hottentotten-Natur vo»Bildung reden darf, — einige Viehheerden besitzen. Weit übertroffe»werden sie von den Koffern, die Hirten, Jäger und Krieger sind. DieNeger, die durchgängig Ackerbauer und zu seßhaften Nationen mit be-stimmtem Gebiete vereinigt sind, erheben sich stufenweise bis zu einethalben Civilisation, welche durch etwas Industrie einen sehr lebhafte»Handel und den in Werden seienden Gebrauch einer eingeführten Schriftcharakteristret ist; allein dieser Knustfleiß ist von sehr mittelmäßiger Art,selbst in den polizirtesten ihrer gesellschaftlichen Vereine und kann kau»'die örtlichen Bedürfnisse decken; auch ist der Handel fast ausschließlist)auf die Ausfuhr von Rohprodukten beschränkt, unter denen das Gold,Elfenbein, Haute, Wachs, Gummi die bemerkenswerthesten sind. DerMenschenhandel bildet gleichfalls einen wichtigen Zweig des Verkehrs,und wir dürfen es nicht vergessen, daß dieser Handel von den Eüropäek»nicht hervorgerufen, sondern nur benutzt worden ist; denn sie haben, alssie mit den Negervölkern Afrika'ö bekannt wurden, die Sklaverei berdenselben vorgefunden, und alle Anstrengungen der gesitteten VölkerEüropa's, dem Sklavenhandel ein Ende zu machen, werden und könne»das Uebel nicht in der Wurzel ausrotten, weil es in den Sitten undGewohnheiten der afrikanischen Völker begründet ist, die sich unter M
selbst kaufedamit, auchafrikanischeDie pitrjarchalischbin und uEin Wahl-PräsidentsckErblichkeitwird. Derweise zu seiweitesten vunter denter den BeiMakvlo, Tu. s. w., di
In beiden sich a>Kankan, «Nunez; dseiende) TBure; Tirden vorigeden heidnidie Dagurden SchudAuf tanfangendbongo, inminder vovon Ho,unter derStaat inder MollAfrika, sücangama,ho, Bai'lidie BvmlKannten,von AngiEineHerrschafribolo,die Makum weftl«chiluks
Hotlhalb der