Die afrikanische Heldenwelt.
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selbst kaufen und verkaufen wie ein Stück Waare. Und nicht genugdamit, auch Menschenopfer und Anthropophagie sind unter Nationen derafrikanischen Heidenwelt gewöhnliche Dinge.
Die politische Organisauon der heidnischen Völker Afrika'S ist pa-triarchalisch bei den Nomaden-Stämmen, und größtentheils monarchisch,bin und wieder aber auch republikanisch bei den seßhaften Nationen.Ein Wahl- und zeitliches Königthum, oder, wenn man lieber will, einePräsidentschaft findet sich neben einer Art LehnSverfassung, die durch dieErblichkeit der Grvßämter und der Provinzial-Befehlshaber gebildetwird. Der absolute Despotismus scheint übrigens diejenige Regierungs-weise zu sein, die am häufigsten und zwar bei den in der Bildung amweitesten vorgeschrittenen Nationen vorkommt. Die Souveränität wirdunter den manchfaltigsten Titeln ausgeübt, und es hält schwer, sich un-ter den Benennungen von Konk, Jelusi, Kitewa, Mani, Muata, Muene,Makvlo, Mansa, Bar, Damel, Teie, Brak, Almamy, Saltike, Da, Maiu. s. w., die alle für Einen Begriff gelten, zurecht zu finden.
Neger-Völker.
In den Gebirgsgegenden auf der Westseite der Quorramündung, fin-den sich außer den zum Theil noch heidnischen Mandingern in Tima,Kankan, Sambatikilia rc., die Susus, an der westlichen Küste am RioNunez; die wahrscheinlich zu den Polen gehörenden (also nicht Negerseiende) DschalonkeS in Kuronia, Baleia, Firia, Sangara, Sulimana,Bure; TimaneieS bei Sierra Leone, Bullams, südöstlich und östlich vonden vorigen; die Aschaeties, die ein großes Reich, das wichtigste unterden heidnischen Neger-Völkern in Weftafrika gebildet haben, von demdie Dagumbas, Akkras und KerapieS Vasallen sind; die Dahvmeys mitden Schudahs, ArdrahS und Benins.
Auf dem Tafellande von Hochafrika finden wir, von der Westküsteanfangend: die KaAis und Gängumes, die Congoer im eigentlichenCongv, in Sonjo, Cacongo, Loango, Mayämba, Oaudo rc., die mehr oderminder von der portugiesischen Herrschaft abhängig sind; die Bewohnervon Ho, Cancobelta und Sala, von denen das zuletzt genannte, früherunter dem Namen Anzico und Micvco bekannte Land ein bedeutenderStaat in diesen westlichen Gegenden Hvchasrika'S ist, der nur dem Staatder Mvlnos im Innern nacksteht, welcher das Übergewicht in ganzAfrika, südwärts deü Äquators, besitzt. Ferner die Bewohner von Mu-cangama, Muschingi, Hüme, Cassange, Cätato, Ginga, Nineanay, Holo-ho, Bnilürdo, Bihe, die sämmtlich durch die gemeinsamen Bunda- unddie Bvmba Sprache zu zwei großen Nationen vereinigt, aber in die ge-kannten, vielfachen Stämme gespalten sind, zu denen noch die Negervon Angola, dem portugiesischen Gouvernement gezählt werden mü»en.
Eine andere Nation scheinen die Bewohner deS, unter derselbenHerrschaft stehenden Benguela zu sein, so wie die Neger von Küisama,Libolv, Küinje. Nano, Hümbe, Mongagüela u. a. m. Im Osten sinddie Makuaö, Monschus, Sowajel oder Sowalis (?). Im Nordosten,an, westlichen Fuße des habesstnischen Hochlandes wohnen die Nubas,Schiluks oder Fungi.
Hottentotten.
Hottentotten-Vvlker sind die eigentlichen Hottentotten in und außer-halb der Kap-Kolonie, die Namaquaö, Cvranas, GonaquaS, die Dama-