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sichtlich des anatomische» Baues, mit wenigen Ausnahmen, einemerkwürdige Verschiedenheit hervortritt, wie diese schon größten«theils in der äußern Bildung dieser Organe, und mehr noch inder des Keims sich anSspricht. Unter den kryptogamischen Ge-fäßpflanzen sind die Schafthalme, Farne und Ophio-glvsseen, deren innerer Bau bald mehr den Monokotyledoneen,bald den Dikotylcdoncen sich nähert, die aber doch mit keinerdieser Abtheilungen der phancrvgamischcn Gewächse ganz über-einstimmen. Nur in gewissen Gattungen der drei genannten Ab-theilungen der Gefäßpflanzen kommt eine Uebereinstimmung desanatomischen Baues, in Bezug auf die Lage und Vertheilung desGefäßsystems innerhalb der Ernährungsorgane, vor, und diesemeist dem Wasser angehörenden Gewächs«, welche offenbar dietiefsten Bildungsstufen ihrer Reihe einnehmen, erscheinen da-durch gewissermaßen als die Uebergangs- und Bindeglieder zwi-schen jenen, nach ihren Rcprvduktionsvrganen verschiedenen Ab-theilungen. Aber auch zu den Zellcnpflanzen sehen wir von denGefäßpflanzen die Uebergänge durch die aus einfacher Zellenlagegebildeten Blätter der Haut- und Becherfarne (H^meno-plr^llum und IViosiomanes), so wie durch manche der einfachernphanerogamischen Wasserpflanzen, z. B. die Wasserlinsen(iswmna) und die H vr n e r b la tt-Arten (Obi-atopIi^IIum) (inwelchen man bis jezt noch gar nicht mit Bestimmtheit die Gegen-wart wirklicher Gefäße nachzuweisen vermochte) angedeutet, sodaß der Zusammenhang aller Bildungen des Gewächsreiches ambemerkbarsten in dem innern Bau sich ausspricht. Daraus wirdes aber auch klar, daß auf diesen Ucbergangsstusen der innereBau zur Unterscheidung der Abtheilungen, welchen die Pflanze»nach der Beschaffenheit ihrer Fortpflanzungsvrgane angehörenmüssen, nicht mehr ausreicht und Laß wir hier, ohne die letzten»zu kennen, nicht im Stande seyn würden zu bestimmen, ob einedieser tiefern Pflanzenfvrmen den Mono- oder Dikotyle-doneen, oder endlich den kryptogamischen Gefäß-pflanzen zugehöre.
Was dagegen die Metamorphose der Theile betrifft,so finden wir diese auch allenthalben im anatomischen Bau gleichenSchritt haltend mit den mannichfaltigen Veränderungen in deräußern Bildung, und wenn wir aufmerksam den Bau des Stammes,