80 -
nntcr den Spaltöffnungen erfüllen, und gegen die Oberfläche desBlattes in kolben- und blascnförmige Erweiterungen anschwellen,die spater als geschlossene Sporen abgeworfen werden. Dahingehört der Staub brand des Huflattichs (Ilresto Inssi-InAinls i) und der Gänsedistel (llv. 8onelii ^cLrem.)^).
Eine weniger einfache Bildung als die Staubbrandc zeigendie Arten der Gattung Stielbrand lchrom^oos welche
die Uebcrgangsstufe zwischen jenen und den nächstfolgenden Zwil-lingsbrandcn (kuevlnia) einnehmen, daher sie von den Schrift-stellern bald mit jenen, bald mit diesen verwechselt wurden, nachUnger*") aber von beiden hinlänglich verschieden sind. Es bil-det sich hier, wie bei den zwei noch folgenden Gattungen dernacktsporigen Ausschlagsschmarotzer, die Muttermasse zu einermehr oder minder dichten Unterlage, aus welcher die Sporen her-vorwachsen. Diese werden von einem höher ausgebildeten Stielegetragen, der sich bei der Reife nicht von dem zur Spore ange-schwollenen Endtheil trennt, sondern mit ihm verbunden bleibt.Auch dieser Kvpfthcil zeigt eine höhere Ausbildung; er ist bedeu-tend größer als bei den gestielten Staubbranden, nicht mehr ku-gelig oder cllipsvidisch, sondern mehr unregelmäßig oft ins Stumpf-eckige übergehend, nie mit warzigen Erhabenheiten bedeckt, undzeigt im Innern einen Hellern Punkt, wie ein Kern von der ka-stanienbraunen, den übrigen Kopf ausfüllenden, feinkörnigen Masseumgeben. Bei allen Arten geht endlich der Kopf auf seinemScheitel in einen kurzen, durchsichtigen Fortsatz aus, der einerstumpfen Stachclspitzc gleichsieht. Die Sticlbrande sind vorzugs-weise den H ü lse n pfl a n ze u eigen und finden sich außerdemnoch auf den Rapunzclartcn, so daß man sie (nach Ule-ger) alle unter zwei Arten (Ilromzwes I-sAumino8aru>n 'ch undIso. I'li^teunmtuiu 3) wird einreichen können. Es ist jedoch noch
') Unger Exanth. d. Pst. Dsb. 5, kix. 2g. — ch Das. lab. 7,
59, 8. — ') Das. luK. 55, A.
*) Merkwürdig ist die lebhafte Bewegung der Saftbläschen, welcheim Innern der noch unreifen und mehr durchsslftigen Sporen,namentlich bei den Staubbranden des zweiten und vierten Gra-des , freilich nur bei einer sehr starken Vergrößerung, beobachtetwird. (S. Unger a. a. O. S. 268 und 275.)
*") Unger a. a. O. S. 277 .