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aber die übermäßige Feuchtigkeit von einer anhaltend nassen Wit-terung herrührt, so läßt sich selten Hülfe geben, weil man dannhöchstens einzelne Pflanzen unter Dach bringen und gegen dieallzugroße Feuchtigkeit der Atmosphäre schützen kann. Ist es beiden Pflanzen schon bis zum Saftflusse oder dem sogenannten Blut-sturze in höherem Grade gekommen, so ist die Krankheit meist schwerheilbar, wenn die Natur nicht selbst (bei kräftiger Organisationdes Gewächses) die Heilung übernimmt. Wenn das Uebel wenigerweit gediehen ist, so kann noch das Verpflanzen in ein trvckncrcsErdreich und der Verband der Wunden mit Baumwachs dieHeilung bewirken.
Die Heilung der Wunden, welche fast nur bei Hvlzpflanzenversucht wird, beruht überhaupt auf der einfachen Regel, den ent-blödten Holzkörper so viel wie möglich gegen die Einwirkung derLuft und des Wassers zu schützen, indem man entweder die Er-zeugung einer neuen Rindenlage zu befördern, oder diese durchkünstliche Mittel (Baumsalbe oder Baumkitt und Baumwachs) zuersetzen sucht. Dabei ist hauptsächlich zu beachten, daß man zu-vor jede unebene Wunde eben schneidet, daß man beim Beschnei-den der Bäume alle Ouerwuuden (d. h. solche, die senkrecht aufdie Achse des Pflanzentheils gerichtet sind) vermeidet, und nurschiefe oder Längswunden zu bilden sucht, weil die erster» schwervernarben und sich nicht leicht mit Rinde überziehen oder über-wallen. Jede etwas bedeutende Wunde muß aber gehörig mitBaumsalbe oder Baumwacks überstrichen und nöthigcnfalls nochmit Leinwand oder Bast verbunden werden. Die Verwahrlosungder Wunden, besonders wenn sie groß sind, kann die Ursache vonGeschwüren, feuchtem Brande und selbst von Baumkrcbs werden.Deßwegen ist alle Sorgfalt auf deren Heilung zu verwenden.
§. 263 .
stm die Pflanzen vor den ihnen schädlichen Thieren zu be-wahren und die leztcrn zu vertilgen, oder deren Zahl zu vermin-dern, gibt es mancherlei Mittel, die sich meist auf die Art desVorkommens und die Lebensweise derselben gründen. Da jedochder größte Schaden durch die Insekten vcruOacht wird, auch dieMittel für Abhaltung und Entfernung der großen, Thiere vonden Pflanzungen sich schon leichter bei einigem Nachdenken ergeben,
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