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ein verändertes Ansehe», sondern es ist sogar zu erkennen,daß dieser oder jener Standort den ihn bewohnenden Pflanzenüberhaupt ein eigenes Gepräge aufdrückt, oder eine gewisse Phy-siognomie ertheilt, aus welcher der geübtere Beobachter oft leichtden Standort errathen kann, dem die Pflanze angehörte.
Er wird die schlanken, glatten und kahlen, meist zarten Was-serpflanzen, die gedrängten trocknen, mehr oder minder spar-rigen, behaarten und dornigen, oder auch dicken, fleischigen, un-tersczten und häufig plnmpgeformtcn Sa ud p f la n z en, so wiedie bläulich- oder röthlich-grauen, gewöhnlich mit dicklichen, oftdvrnspitzigcn, oft auch schuppeuförmig verkürzten Blättern versehe-nen Strandpflanzen u. s. w. unschwer unterscheiden.
Zweiter A b s ch n i t t.
Nou dem Vorkommen und der Verbreitung derPflanzen nach klimatischen Verhältnissen.
§. 268.
Nächst den Standorten ist die Beschaffenheit des Klimas vonvorzüglichem Einflüsse aus das Vorkommen der Pflanzen. Dadas Klima in den Tcmperaturverhältnisscn und dem Fcuchtigkeits-znstandc der Atmosphäre, zum Theil auch in dem Lichteinflussebesteht, so ist leicht einzusehen, daß dasselbe nicht blos durch diegeographische Breite , sondern noch durch verschiedene andere ört-liche Verhältnisse, namentlich durch die Lage und thcilwcise selbstdurch den Boden bedingt wird.
Wie mächtig die Wirkung der Wärme, des Lichtes und derFeuchtigkeit auf das Pflanzenleben überhaupt sey, ist schon (§.148, 149, 152 u. a. O.) hervorgehoben worden. Daraus istdann auch abzunehmen, wie wichtig die Temperaturvcrhältnisseund der Fcuchtigkcitsznstand der Atmosphäre, so wie die wech-selnde Stärke des Lichtes für das Vorkommen und die Verbrei-tung der Pflanzen auf der Erde seyn müssen. Wie ferner dieWärme als die erste der äußern Bedingungen des Pflanzcnlebcnsüberhaupt erkannt wird, so ist auch die Temperatur unter den""'ichicdenen Momenten, welche die örtlichen Verhältnisse derPchwzcn bestimmen, der wichtigste. Bei der Vergleichnng ver-schiedener Gegenden bemerken wir in der Vegetation auffallende