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Llinmneäl'^s, D. mont«num) auf trocknen, kiesigen und felsigenStellen, während der knoblauchduftendc Gamander(l'oucl'Ium 8eo,-<li»itt) auf feuchten Mvorwicfcn wachst; derz w i e b e l w u r z c l i g e und Acker-Ranunkel (knnunoulugkulbosus, li.. ni'rensis) wachsen vorzugsweise auf angebauten undBrachfeldern und überhaupt an trocknen Orten, andere Arten,wie der große, der blasenziehende und W asser-Nan n n-kel (li.. I-i»gua, k. svelelntus, k. nijuotisis), kommen dagegennur an oder im Wasier vor, so wie die meisten Arten diesergroßen Gattung überhaupt mehr feuchte und schattige Standorteliebe». Aber selbst die Pflanzen der nämlichen Art sieht mannicht selten auf den verschiedensten Standorten nnd Bodenartensich ansiedeln; der Wi esen-W a ch t clweiz e n (silslumj, IIIpvatonso) wächst nicht blos auf trocknen und torfigen Wiesen,sondern auch auf Haidcn und in Wäldern; der gebräuch-liche Baldrian (Volorikina »kstolnslis) kommt auf sumpfigenStellen und am User der Bäche, aber auch auf trocknen, steini-gen Orten vor; der Quendel oder Fcldth y m i a n (Urz-mng 8eo-j>)-IIum) wuchert an grasigen Rainen und Waldrändern, auf feuch-ten Wiesen nnd ungebanten Feldern, wie auf sonnigen, felsigenAbhängen nnd auf dürren Sandflächcn, und eben so wird derA ck ersch ast ha lm (INjuisetum norense) an allen möglichenStandorten nnd in vielerlei Bodenarten angetroffen. Nach dergroßen Verschiedenheit dieser äußeren Verhältnisse ist dann frei-lich das Ansehen solcher Pflanzcnvagabundcn oft so sehr verän-dert, daß es schwer wird, dieselben für Angehörige einer undderselben Art zu erkennen. Darum ist aber auch die Kenntnißder Standorte nicht blos für die Pflanzcngeographie, sondern auchfür die richtige Unterscheidung der Arten von Wichtigkeit*).
Aus dieser Veränderung des Ansehens nach dem verschiede-nen Boden läßt es sich auch erklären, warum viele Pflanzenarten,wenn sie in einen andern, besonders nahrhafter» Boden gcsäetoder verpflanzt werden, ihre Tracht so sehr verändern, daß es oftschwer hälr, ihre Abstammung- zu errathen. Aber nicht blos diePflanzen derselben Art zeigen nach diesem Wechsel des Standortes
*) Eine ausführlichere Aufzählung der Pflanzen nach ihren Stand-orten habe ich in meinem Han dbuche der botan. Terminolo-gie uitd System künde (S. -ü—45) gegeben.