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Anders verhält es sich dagegen mit. den gesellig wachsendenPflanzen» welche aus das eigenthümliche Aussehen oder die Phy-siognomie einer Gegend von entschiedenem Einflüsse sind. Gross',mit der gemeinen H aide (LrioavuIZams), mit Torfmoosen(8j,ln>A„u,n) oder mit der Rcnnthierflechte (Olastvma r«tt-Zikoolin») überwachsene Strecken geben einer Gegend ein ganz an-deres Ansehen, als ausgedehnte, mit geselligen Gräsern bewachsene,grüne Wicseuflächen oder mit wogenden Getreidefeldern überdeckteEbenen. Anders ist der Eindruck, den eine Reihe mit Rebenbepflanzter Hügel, als jener, den eine waldbewachsene Gegendauf uns macht, und wie verschieden in einer solchen Waldgegendauch wieder das düstere Ansehen der Tannenwälder von dem hei-tern Anblick eines Buchen- oder Birkenwaldes sey, ist bekannt.Wir werden auch leicht begreifen, wie abweichend die Physiognomieeiner tropischen Gegend seyn mag, wo die Wälder der svndcrba-.ren Wnrzelbäume (R.liiLvjchvi-« jVlnnglo) und anderer dieKüsten einfassen, wo Baumfarne und Scitamineen aufausgedehnten Strecken gesellig wachsen, wo das Bambusrohr,der Riese unter den Gräsern, ganze zusammenhängende Waldun-gen bildet, oder wo die F-i c be rri nd e n - Bäum e (Einvhan»)die hohen Bcrghänge mit einem auf weite Strecken ununterbro-chenen Waldgürtel umziehen.
Daraus ergibt sich, wie der Gesammteindrnck, welchen dieGegenden in den verschiedenen Zonen auf uns machen, hauptsäch-lich von den Pflanzenformeu abhängt, die an irgend einemOrte vorherrschen und dadurch den Charakter der Gegend bestim-men. Es lassen sich gewisse Hauptformen von Gewächsen unter-scheiden, welche vorzugsweise der einen oder der andern Gegendangehören, und die eben durch ihr vorherrschendes Auftreten daseigenthümliche Aussehen der Vegetation bewirken. DergleichenPflanzenformeu sind bald nur einer Zone oder einzelnen Länderndieser Zone allein eigen, wie die B u ch e (k-iZus «Ovation), welchefast nur in dem mittleren Striche der nördlichen gemäßigten Zonein Europa, so wie auf der Ostseite Nord-Amcrika's angetroffenwird, oder sie kommen über mehrere Zonen verbreitet vor, wo sieaber in jeder derselben ein verschiedenes Ansehen darbieten, wiedie Gräser, von welchen in den gemäßigten Zonen meist nurArten von geringerer Große in ihrem geselligen Wachsthum die
Bischoff, DiNanik. II. DandkS 2. Till. 1 l