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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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(^'nl-nnus) eine riesige Größe erreichen. Auf den Bäumen diesertropischen Wälder siedeln sich in den Spalten der Rinde dieprachtvollsten Orchideen, Tillandsie n, Pitcairnie n, F arnc»- a. an, oder steigen windend und wurzelnd an denselben in die Höbe,»der es nisten sich die sonderbarsten Schmarotzergcwächse aüs ihrenZweigen und Wurzeln ein. Dabei besitzen die östliche und wesi-liche Erdhälfte wieder zum Theil ihre eigenen tropischen Pflan-zensormcn. Während z. B. die meisten Arten der Feigen-bäume der östlichen Hemisphäre angehören, sind die sonderbarenFackcldi sieln (6avtus) ganz auf die wesilichc Halbkugel be-schränkt.

Die nördliche gemäßigte Zone ist reicher an gesellig Wachstu-ben Pflanzen; hier herrschen die niedrigern krautigen Gräser,die katzchen tragenden HA me»tacce n) und im kältern Theiledie Zapfen bäume (Cvn iferen) vor; daher bilden die grü-nen Wiesen, die großen Laub- und Nad elhvlzwälder dieHauptmasse der ursprünglichen Vegetation, zwischen welcher jedochauf der östlichen Halbkugel .nicht selten in Europa große mitHaidekrant bedeckte Strecken, in Asien abe». ausgedehnte,mit starrblättrigen mattgrüncn Gräsern, C h c n o p o d i aceenund Bei fuß arten (^rteniisiu) bewachsene Steppen sich be-mcrklich machen. Auch in der gemäßigten Zone hat jede der bei-den Erdhälften ihre eigenthümlichen Pflanzen aufznweisen. DieBuche und die Haidenarten gehören mehr der alten Weltan; in Nordamerika treten dagegen zahlreiche Arten von Heidel-beeren und Andrvmedcn, von Astern und Gvldruthenauf, indem sich auch zu den weit zahlreichern Eichen-, Ahor n-und Ficht enarten noch verschiedenartige Wallnußbäume,Platanen, Gleditschien und M ag n o lia c ee n gesellen.Es ist jedoch wohl zu beachten, daß in der alten Welt durch dieseit Jahrtausenden thätige Kultur die ursprüngliche Vegetationdieser Zone weit mehr verwischt ist als in der neuen Welt. Eskst ferner zu bemerken, daß in dem wärmeren Theile der gemäßig-ten Zone die Vegetation in mancher Beziehung verschieden istvon der des kältern Theiles; dort verschwinden die ausgedehnten,frischen Wiesenflächcn unsers nördlichern Erdstriches, die Stelleder blattwcchselnden Waldbäumc nehmen immergrüne. Eichen und P i-staz'ie,, ein, es tritt der gemeine Lorbeer der Oleander,