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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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171
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^Iminni-morus), dem schwedischen .Hornstrauch (6ornu,«nevic») und W eid en (8-,Iix) gebildet; der gemeinen Haideund den Scidelbeerarten der gemäßigten Zone gesellen sichdie schönen Andromeden, Diapenzien »nd die nied er l i e-gcndc Azalca als charakteristische Formen bei. Die ausge-dehnten Wiesen werden seltner, und statt derselbe» sieht mangroße Strecken Landes mit Masse» von Flechten, zumal derRen n th i erflech te i-nnoikeri»») überdeckt. Beson-

ders auffallend ist aber noch die Vegetation an vielen Stellen,namentlich im Norden von Europa, durch ihre große Ähnlichkeitniit der Alpenvegetation, indem viele auf den Höhen der mittel-europäischen Alpen wachsende Arten dort neben den Strandpflan-zen an den Meeresküsten vorkommen. Nur wenige Gattungensind der kalten Avne eigenthümlich angehörend, und überhaupt istdie Zahl der Pflanzcnartcn viel geringer als in den übrigen Zo-nen. Auch bleibt in der kalten Zone die Vegetation in der altenund neuen Welt sich viel gleicher, als in den andern Zonen. InAmerika kommen die nämlichen oder ähnliche Pflanzen vor, wiein Europa und Asien; doch treten statt der Rennthierflechte odermit derselben verschiedene Nabelflechten (llmliilionrin) in be-deutenden Massen auf, während durch die ganze Pvlarzone, wieschon früher bemerkt, die Krvptvqamen an Artenzahl diePhanerv-gamcn überwiegen. Auf der südlichen Erdhälste reicht kein mitPflanzen bewachsenes Land bis zum Polarkreise hin, und wasunter der südlichen kalten Zone liegt, besteht aus Meer und nim-mer aufhauenden EiSmassen.

Da die so eben im Allgemeinen betrachteten fünf Zonen, inwelche man sich die Erdoberfläche in astronomischer Hinsicht ge-theilt denkt, zu ausgedehnt sind, und daher die Physiognomie derVegetation in einer jeden derselben meist noch zu verschiedenartigerscheint, um einen genauern Ueberblick der Pflanzcnverthcilnng zugestatten, so hat man zu diesem Zwecke versucht, nach dem Vor-herrschen gewisser Pflanzenformen die Oberfläche der Erde in klei-nere Striche oder Bezirke einzutheilen, welche man als pflanzcn-gev*g rap h ische Reiche oder als Floren bezeichnet und nachden sie charakterisirendcn Pflanzenformen oder auch nach den Länder-wäffen, welche sie umfassen, benannt hat. Solche pflanzengeographische