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Wälder bildenden Coniferen sich schon mehr der Flora der ge-mäßigten Zone genähert haben.
Die vierte Periode begreift die Kreidegcbirg e und reichtvon der Eisensandgruppe bis über die Kreidetnff-Bildung. Inden Gcbirgsschichtcn dieser Periode trifft man wieder viele Meer-algen und nur wenige Farne; von Monokotyledvneenfinden sich vorzüglich Wassergcwächse (Najadeen); die C i ka-deen werden seltner, auch die Coniferen zeigen sich minderzahlreich; dagegen kommen schon häufiger adcrncrvige Blatter,nebst Stämmen und Zweigen, als unverkennbare Anzeigen vonhoher vrganisirten .dikotylcdv Nischen Pflanzen vor. Uebcr-haupt ist in dieser Periode der tropische Charakter der Vegetationnach mehr verwischt als in der vorhergehenden.
In der fünften oder der Periode der Molassegcbirge,mit der untern Braunkohle beginnend und bis zu den geschicht-lichen Gebirgsanspülungen sich erstreckend, gibt sich endlich einegrößere Mannichfaltigkeit der Formen als in allen frühern Perio-den kund. Die Cykadeen sind (wenigstens in den hvhcrnBrcitcgraden) verschwunden; an deren Stelle finden sich aber nochviele Palmen und Coniferen, besonders in den unteren Ge-birgsschichten dieses Zeitraums; Farne sind selten; Meeral-gen und Najadeen nur stellenweise noch häufig; verschiedeneandere Mon vk v t yled oncen aus meist unbestimmbaren Fami-lien zeigen sich, und in den jüngsten Schichten gibt es Ueberrestevon M ovsen, von Characecn und Nymphäaceen; als vor-züglich bezeichnend für diese Periode ist aber das Vorkommenäußerst zahlreicher Blätter, Früchte und Stämme dikotylcdo-nischer Laub holz er, welche, so viel man noch erkennenkann, hauptsächlich den Familien der Amentacccn (Kähchcntra-gcndcn), Zuglandecn (Wallnußartigcn) und Accrineen(Ahornartigen) angehört haben. So ähnlich aber auch die Vege-tation dieser lezcen Periode der Vvrwclt der jczt lebenden seynmochte, so sprechen dock» das zahlreiche Vorkommen der Palmen inder gemäßigten Zone, so wie die im hohen Norden, z. B. in Is-land, vorhandenen Braunkohlenlager dafür, das nicht blos in denmittlern geographischen Breiten das Klima noch bedeutend wär-mer als gegenwärtig war, sondern daß auch in dieser Periode