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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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221
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ter länglich bis länglich - lan-»ettlich.

Zweite Spielart. Breit-blättrige (latlkoliki), Blätteroval-länglich bis eirund, am Grundezuweilen schwach-herzförmig.

Diese Spielart zeigt wiederzwei

Anterspielarten:

4) Die flach blättrige<pl»nikolis), mit ziemlich ebenenBlättern.

2) Die w el le n blät tri g e(unäulst»), mit wellig-krausenBlättern.

Blätter lanzettlich oder länglich-lanzettlich.

Zweite Spielart. Breit-blättrige (latikolla), Blätterlänglich oder eirund, zuweilen amGrunde schwach-herzförmig.

Davon gibt es zweiUnterspielarten r

1) Die gekräuselte (orir-p»t»), Blätter länglich oder ei-rund-länglich, am Rande mehr oderweniger kraus.

2) Die wellenblä ttrig e(nnäulstk»), Blätter eirund, amGrunde herz-förmig, durchaus wel-lig-kraus.

Uebergangsform.

Flaumhaarige wildeMünze (lUentki» s^Ivostrlspulrosoens), welche hinsichtlichdes Haarüberzuges zwischen beidenBeiarten in der Mitte steht undaus deren Samen mitunter auch' stark behaarte, zur ersten Beiart

gehörige Pflanzen hervorgehen.

Die hier gegebenen Beispiele zeigen, daß der Begriff der Artdoch nicht immer so einfach sey, als er sich uns anfangs darstellte,daß eine Art nicht immer blos eine Vereinigung von einandervöllig gleich sehenden Individuen darstelle, sondern häufig selbstwrcder aus verschiedenen Gruppen von mehr oder weniger untersich abweichenden Pflanzensormcn bestehen könne. Es bleibt aberhier stets die Regel fest stehen, daß durch alle Abweichungen nndAusartungen hindurch das gemeinschaftliche Gepräge der Artdurchleuchte, daß durch gewisse Mittel- oder Uebergangsformen dieverschiedenen Abänderungen verknüpft, oder daß diese leztern durchzweckmäßige Behandlung bei wiederholter Aussaat und Verpflanzung