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lassen. Von allen künstlichen Systemen, deren Aufstellung seitCaesalpini^) versucht worden, ist jedoch keines, welches denForderungen an ein solches so sehr genügt, und mit einer allge-meinen Brauchbarkeit eine so große Einfachheit des Prinzipesund eine solche Leichtigkeit in der Anwendung vereinigt, als dasSexualsystem Linn6's, welches darum auch alle frühernkünstlichen Systeme verdrängte, und bis auf unsere Zeit von kei-ücin neuern übcrtroffcn wurde; daher wir zu unserm Zwecke miteiner ausführlicher» Darlegung dieses einen künstlichen Systemesuns begnügen können.
§. 312.
Linn « nahm in seinem Systeme die Verhältnisse der Be-iuichtungs- oder Geschlechtsorgane als Einthcilungsgrund an, undnannte es daher Geschlechts- oder Sexualsy st e m. Er trenntedie Pflanzen, nach dem Vorkommen leicht erkennbarer oder (fürchn) unkenntlicher Befruchtungsorgane, zuerst in zwei große Ab-theilungen, in deutlich oder sichtbar blühende (Phanerogamen)Und in undeutlich oder heimlich blühende (Kryptogamen). DieEstern theilte er hierauf in Pflanzen mit Zwitterblüthen (mvno-klinische) und in Pflanzen getrennten Geschlechtes (di klini-sche) (vergl. I, T. 257 u. 258. II, S. 436) ab; aus den mo-Uvklinischcn bildete er nach der Zahl, dem Stande, dem Grvßen-uerhältnisse und den Verwachsungen der Staubgefäße zwanzig^lassen, während die diklinischen, je nachdem sie einhäusige, zwei-stufige oder viclchige Blüthen (II, S. 436 u. 437) besitzen, indrei Klassen zerfallen, so daß auf die Phanerogamen im Ganzendrciundzwanzig Klassen kommen, die Kryptvgamcn aber nur eine^uzige Klasse bilden, welche sich jenen, als die vicrnndzwanzigste"ud lezte, anschließt.
Jede dieser vierundzwanzig Klassen ist wieder in Ord-nungen getheilt, wobei jedoch der Einthcilungsgrund wenigerclnfach ist, indem derselbe theils von der Zahl der Pistille undUv„ der Beschaffenheit der Frucht, theils von den meisten Ner-laltnissen der Staubgefäße, wornach die Klassen selbst gebildet sind,u»d endlich (in der lezten Klasse) sogar von der natürlichen Ver-wandtschaft hergenommen wurde. Die beste Erläuterung des Ge-lugte» gcht jedoch die folgende
) <7„«Lat/irnr, ve plimti». klarem 158Z.