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wird auch schon frühzeitig die Ueberzeugung erlangt haben, daßsich dieselbe in kein willkürliches Zahlcnschcma einzwängen la>sc,daß also das O ken'sche System, bei allem Geiste, womit es ab-gefaßt ist, doch keineswegs der Natur gemäß und nie mit wah-rem Nutzen in der Pflanzenkunde anwendbar seyn könne.
Es würde uns zu weit führen, wenn hier alle natürlichenSysteme aufgezählt werden sollten, welche noch von andern Schrift-stellern, wie von Agardh Wilbrand **), Wendervthv. Martins f) u. s. w. entworfen wurden, da keines derselbenden allgemeinen Eingang in der Wissenschaft gefunden hat, wiedie stets einfachern Systeme von Jussien und De Cand olle.
2 . Von dem künstlichen Systeme.
§. 31k.
Da das künstliche System blos eine streng logische Anordnungder Pflanzengattungen bezweckt, ohne auf ihre natürliche Ver-wandtschaft Rücksicht zu nehmen, so kann dasselbe seinen Einthci-lungsgrund von einzelnen, willkürlich gewählten Merkmalen ent-lehnen und die Zusammenstellung überhaupt nach viel einfachernRegeln durchführen, als das natürliche System. Es kommt hiernur darauf an, solche Merkmale zu wählen, welche überall vor-kommen, dabei leicht erkennbar sind und zugleich eine solcheMannichfaltigkcit bieten, daß sich eine hinlängliche Anzahl vonAbtheilungen darauf gründen lassen, um die Gattungen Behufsdes leichtern Uebcrblickes in möglichst kleine Haufen gruppiren zukönnen. Die größere Freiheit in der Wahl der Merkmale, welche'zu diesem Zwecke geeignet schienen, hat einer Menge künstlicherSysteme den Ursprung gegeben, deren Eintheilungsgrnnd jedochfast immer von bestimmten Verhältnissen der Blüthen- und Frucht-theile entnommen wurde, weil man schon früh einsehen lernte, dasssich überhaupt von den Fvrtpflanzungsorgaucn die wichtigsten undwesentlichsten Merkmale zur Unterscheidung der Pflanzen entnehmen
<7. ^4 Lpbo,i«m> dotsnicl.
*") I. B. Wilbrand, die natürl. Pflanzenfamilien i.n ihren gegen-seitigen Stellungen, Verzweigungen und Gruppirungen zu einemnatürl. Pflanzensysteme.
»»») G. W. F. Wenderoth, Lehrbuch der Botanik, S. 466.
-f) C. Fr. Ph. v. Marti us, Uebersicht der Klassen, Ordnungen u"°Familien des Gewächsreiches.