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Diese aus der Volkssprache der verschiedene» Lander entlehntenArtcnnamcn können am Besten als Trivial namen (Luminati-ivl-stia) unterschieden werden *).
Da die specifischen Namen sich nur auf eine einzelne Pflan-zenarl beziehen, so ist ihre Bildung weit leichter als die derGattungsnamen; es lassen sich mit weniger Mühe solche Namen fin-den, wodurch irgend ein Verhältniß der Pflanze angedeutet wird,und so sind auch die Artennamen von allen möglichen Verhält-nissen hergenommen. Sie beziehen sich z. B. auf die Größekvaxiilus Ilsli<e»tlei>8 ArAa-rkeres, Letula na»a, 6en-
tuneulos , zuweilen mit Vergleichung verschiedener Ar-
ten einer Gattung (Lrirm, mnxima, Mkllia, minov); auf denEindruck, den eine Pflanze beim ersten Anblick auf uns macht
') Sinne, welcher in seinen früheren phntographifchen Schriftenel^Iora lapponiea, 1737. iciors «ueciea, 1745) noch nicht die Ar«tennamen, wie wir sie jezt gebrauchen, angenommen hatte, gabauch in seinen Lehrbüchern (Lcktiea boiauiea, 1727, p. 146 —226. — kbilosopliia bot-mica, 1751, p. 202 — 2Z8> noch eine ganzandere Erklärung davon; denn ihm waren sie damals der kurzeInbegriff des wesentlichen specifischen Charakters:
sutem eontioet Oissereatiae nota« eri«en<i»!ek!" (kbil. bot.§. 256). Daher waren es auch noch keine eigentlichen Namen,sondern kurze Phrasen, z. B. Liivpborum «M'cr'§ 6nnvsl-
lsria /»tri.» Letula (a. a.
O. §. 290). Die eigentlichen Artennamen dagegen, wie solchespäter in Gebrauch kamen, erklärte er für Trivialnamen:
„IVomüia fort« aöuiitli posrnuiit. eviists^ont nova-
-uko »nie»/ Dvoabuko erb«»»« ck< (a. a. O. §.
S57), wobei er unter andern kyiolil secuncha, ?. umbettakt undI?. «nr^or'-r als Beispiele gibt. In seinen 8peci>-.>i plsiitorvmt4755), wo er nun die wirklichen Artennamen einführte, stellteer aber am Schlüsse des Werkes nur die substantiven Artenna-men als Trivialnamen zusammen; ein Beweis, daß er seineAnsicht über dieselben bereits geändert hatte. Es ist jedoch ohneZweifel besser, den Begriff noch mehr zu beschränken und nur dieje-nigen als Trivialnamen gelten zu lassen, die wirklich ausden in der Volkssprache der verschiedenen Länder gebräuchli-chen trivialen (gemeinen) Namen gebildet sind. Am wenigstensollten aber die Trivialnamen (wie es in neuern Lehrbüchern ge-wöhnlich geschieht) mit unsern filzigen Artennamen überhauptfür gleichbedeutend genommen werden, indem Lin in-'s späteresVerfahren selbst dagegen spricht.