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Dritter Zeitraum.
Von den Brudern Johann und Kaspar Bauhi» bis auf Tvurne-fort, oder vom Jahr iooi bis i 694 .
§. 358.
In diesem Zeiträume werden die Beobachtungen und Ent-deckungen im In- und Auslande mit gleichem Eifer sortgesezt;aber man bleibt nicht mehr bei der bloßen Beschreibung und An-gabe der arzncilichcn Wirkung der Gewächse stehen; wenigstenstauchen nur noch selten Schriften nach dem alten einförmigen Zu-schnitte auf, und diese sind dann meist nur Compilativnen aus denWerken des vorigen Jahrhunderts. Dagegen tritt neben einerimmer mehr geläuterten Beobachtung und Darstellung auch dasrühmliche Bestreben hervor, in die chaotisch-aufgehäufte Menge be-kannter Pflanzen eine systematische Ordnung zu bringen. Es wer-den die Grundmauern zur Systemkunde gelegt, und daneben ent-wickelt sich noch ein seit Thevphrast unbeachtet gebliebenerZweig der Wissenschaft, nämlich die Naturlchre, namentlich aber dieAnatomie und Physiologie der Gewächse.
Die beiden. Bauhinc waren es, welche durch kritische Sich-tung der vor thuen bekannten, wie der von ihnen selbst entdecktenPflanzen den bessern Weg, der nun betreten werden sollte, anbahn-ten. Der ältere Bruder, Johann Bauhin, im I. 1541 inBasel geboren, war ein Schüler von Levnhard Fuchs und einFreund Lonr. Gesner's, den er auf seinen botanischen Wande-rungen öfters begleitete. Er bereiste die Schweiz , den Schwarz-wald, das Elsaß, Hochburgund, das südliche Frankreich undItalien, lebte dann einige Zeit in Jfferten und Basel, und starbals Leibarzt des Herzogs von Württemberg zu Mümpelgard imI. 1615 (nach Hall er). Fast ein halbes Jahrhundert arbeiteteer an seinem großen Werke, worin er die bekannten Pflanzen, besserwie bisher geordnet und beschrieben und mit einer berichtigten Sy-nonymie ausgestattet, sammelte. Er hatte, unterstüzt von seinemSchwiegersohn, Jean Henri Cherler, einen Vorläufer diesesWerkes geschrieben '), der aber erst mehrere Jahre nach seinem
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novse «t «>,8oIotLo proäroiuu», Lbroüuui 1619. (4.)