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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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vor ihm bekannten Pflanzen nach einer ziemlich richtigen, natür-lichen Methode, mit asten ihren verschiedenen Namen zusammen-gestellt sind, das noch jezt ein unentbehrlicher und sicherer Leitfadenbeim Studium aller botanischen Schriften ist, die während der2000 Jahre vor K. Bauhin erschienen sind, und welches gleich-sam einen schützenden Wall gegen die unabsehbare Namenverwirrungbildete, womit die Botanik gegen den Schluß des vorhergehendenJahrhunderts bedroht war. Ueber ein Jahrhundert blieben K.Bau Hins Pflanzennamen im Gebrauche, und nicht wenige davonwurden selbst von Linn 6 beibehalten.

§. 359.

Don Botanikern, welche in den verschiedenen Ländern Europa'sdie einheimischen Pflanzen.sammelten und beschrieben, gab es indiesem Zeitraume ziemlich viele. In Deutschland namentlich be-schäftigte man sich viel mit Durchforschung einzelner Gegenden,wobei nicht selten auch die in botanischen Gärten gezogenen Pflan-zen in die Spccialfloren mit aufgenommen oder in besondernWerken beschrieben wnrden. So enthält das erste in Deutschlanderschienene Prachtwcrk, Bcslcrs kl<»iti>« k^stettensis '), auf

Herausgabe (jedoch nur des ersten Theils) des Hauptwerkes'dN estriUotanbo pars I. (Lküll. 1658. 1663. Fvl.)" erst nach seinem Todedurch seinen Sohn besorgt wurde. Das erste Werk K. Ban-hins, welches noch im vorhergehenden Jahrhundert erschien, führtden Titel: OoroMvaE ». cnuiuciütio Iio8lro «cculo

0t>8>l. 1596. (4 ) Er schrieb auch ein Ver-zeichnis der Pflanzen um Bafel: 6»>»I»xl,8 pl-onaiu», circa

diptinlv n»«e«n1run>. 1622. 1671. 1696. (8.) Auch

besorgte er neue Auflagen von mehreren ältern Schriststellerrr(Matthiolus, Tabernämantanus) und gab Bemerkungenüber Halechamps (S. 4Z8) ermähntes voluminöses Werk: .4««-

VI'.-,'»,,«'>-> ii, ulütoriom k>>nc,«Ic,» plsntarun, I^u^cluni cilitam.0ati>l»^u8 4V0 co itt opccs Ii,8 lerve pusitaiiitt>. krancof.

1601. (4.)

>) K,Iiurtus L/otcttcnsi«. IVocimbecK 1613. (Rvy.Fvl.)Der auf dem Titel Genannte, weist,er Apotheker in Nürnberg undAufseher des bischöflichen Gartens von Eichstädt war, soll nicht derVerfasser gewesen seyn, sondern dessen Bruder Hieron. Bester,Arzt in Nürnberg. Ob Ludw. Jungermann dabei behülflichwar, bleibt sehr zweifelhaft. Es werden von diesem Werke auchmehrere spätere Ausgaben (tt->llcr biblioii,. >><,«. I. p. 413 ) angeführt.