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Gewächse aus Malabar für den genannten Garten erhalten, welcheer, nebst einigen Pflanzen der südlichen schweizer Alpen und derGebirge Italiens, in einem eigenen Werke bekannt machte*). —Der fleißigste Sammler war Paulo Boccone (geb. zu Savona1635, gest. zu Palermo 1704), der als Cistcrcienser-Mönch denNamen Sylvius führte. Er hatte ganz Italien mit den umliegen-den Inseln, Malta, England, Frankreich, Holland und Deutschlandbereist, und viele Beschreibungen und Abbildungen der von ihmaufgefundenen Pflanzen entworfen, die er in verschiedenen, zumTheil von Andern herausgegebenen Schriften bekannt machte"). —Ueber die Pflanzen des römischen Gebietes machte GiacomoRoggeri ein Verzeichnis; bekannt. — Fran eisco Philip poCavallini, Arzt zu La Valette auf Malta, gab ein trocknesVerzeichnis; von den Pflanzen der ärmlichen Flora dieser Insel. —Der Franciskaner-Mönch Francisco Cupani sammelte die selt-ner» Pflanzen Sicilicns für den Garten des Fürsten DellaCattolica, der daher den Namen des katholischen Gartensführte, und gab vom I. 1692 bis 1697 Verzeichnisse der Pflanzendieses Gartens, wie der Flora Sicilicns überhaupt, welche abergleichfalls nur die Namen derselben enthalten.
') Kr'.wttm» is-tori» b»t!>!,ic». llnlozp. 1675. (Uol.). Mit
8o Kupfertafeln, wovon aber die von Matt ei dem Verf. mitge-theilten sehr roh sind. Die Pflanzen werden hier in alphab. Ord-nung aufgeführt. Eine bessere Ausgabe in latein. Sprache, worinZanoni's unnütze gelehrte Vergleichnngen mit den Pflanzen derAlten weggelassen, dagegen die Tafeln bis auf 185 vermehrt, auchviele seltene italienische Pflanzen aus des Berf. Nachlasse beigefügtsind, besorgte Mvnti unter dem Titel: ^-rcohi Nanoni, k-niui-uin
»ticpium Niütoi'i», Istine rcchliclit üuppicvitcjue ttossctanLono». 1742. (Ual ).
-) Die wichtigsten botanischen Werke Boecone's sind folgende: Ico-ne« ct desccijUioiic« cscivcum plantruum 8icili»«!, ülclittoc, Oalliue
-u Iisliae. Oxoilii 1674. (4) — deren Herausgabe, mit 52 Tafeln,N. Morison besorgte; dann: Museo c!i pisoic raic ü-II-l Licili»,Aalta, 6oc«ica etc. Vcne-is 1697. (4). Mit 131 Tafeln. — DieAbbildungen Boecone's sind großentheils von geringem Werthe;dabei soll er nicht wenige Zeichnungen von Barrelier (S. 457)stillschweigend benuzt haben.