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ersten Mitgliedern Perrault, Mariotte und Dvdart waren.Durch diese wurde ebenfalls vorzüglich die Naturlchre der Gewächsebearbeitet, und die Resultate ihrer Forschungen sind grvßtentheilsin den Denkschriften dieser Akademie *) niedergelegt.
Eben so waren in Deutschland, wo man das Bedürfniß einerähnlichen Verbindung fühlte, mehrere Aerzte in Schwcinfurt schonim I. 4652 zu einer naturfvrschenden Gesellschaft zusammengetreten,welche im I. 4677 von Leopold I. zu einer kaiserlichen Akademieernannt wurde, und die jezt noch reich an thätigen Mitgliedern, alskaiserl. Leopvldinisch-Karolinische Akademie der Naturforscher durchdie fortgcsezte Herausgabe ihrer Denkschriften '*) ihre segensreicheWirksamkeit für die Erweiterung aller Zweige der Naturwissen-schaft kund gibt.
Vierter Zeitraum.
Von Tournefo.rt bis auf Sinne, oder vvm Jahr 1694 bis i?ss.
§. 364.
Die Bemühungen, in die Pflanzenkunde eine mehr wissen-schaftliche Ordnung einzuführen, welche gegen das Ende des vorigenZeitraums überall sichtbar wurden, werden auch in dem vierten,den man den Zeitraum der Vorbereitung zur großen Reformationnennen konnte, fortgesezt. Wir beginnen diese Periode mit ihremgrößten Pflanzcnforscher, der die Richtung bestimmte, welche fastalle ausgezeichneten Botaniker seiner Zeit einschlugen, und dadurchauch noch auf die spätere Zeit mächtig einwirkte. Dieser warJoseph Pitton de Tournefort, geboren zu Air in der Pro-vence im I. 4656, und, von einem Wagen überfahren, im Jahr1708 gestorben. Von seinem Vater zum geistlichen Stande be-stimmt, vertauschte er nach dessen Tode das Studium der Kirchen-väter mit dem der Medicin und Botanik, bereiste erst das süd-liche Frankreich, die Pyrenäen und Savoyen, besuchte die hohenSchulen zu Montpellier und Barcelona, und ward in seinem 27.
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2) Verhandlungen der Kaiserlichen Levpoldinisch-Karolinische» Akademieder Naturforscher. Auch unter dein Titel: d>ov» aeta pl,y»ico-medica Aeademiae onesareae l,eo>>oldi»o-t)sr<>lin«e »at«r«ec»rio8or,»n.