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in Schweden während dieses Zeitraums nur ein dürftiges Verzeich-nis; der Pflanzen um Wiksberg (1728) von Joh. Linder, Arztin Stockholm, und ein ähnliches der Flora von Upsala (1752)von einem dortigen Professor, Olaus Celsius. — Auch die vonJonas Ramus, Prediger zu Norderhaug (im I. 1735) heraus-gegebene Naturgeschichte Norwegens ist in botanischer Hinsichtnur unbedeutend.
In Großbrittanien fuhr man fort, die Naturgeschichteder einzelnen Grafschaften Englands zu bearbeiten, wobei dannauch mehr oder weniger ausführlich der Pflanzen gedacht wurde,ohne das; dadurch eben etwas Ausgezeichnetes für die Botanik ge-leistet worden wäre. Auch ein von Kaleb Threlkeld (im I.4727) herausgegebenes Verzeichnis irländischer Pflanzen, so wieJsaak Rand's Pflanzenverzeichnisse des Gartens zu Chelsca undWilliam Salmon's englische Flora sind unbedeutende Arbei-ten. — Dagegen ist ein späterer Vorsteher des Chclsea - Gartens,Philipp Miller, der berühmteste Gärtner seines Jahrhunderts,hier zu nennen, welcher in seinem klassischen Gärtner-Lexikon auchdie einzelnen Pflanzen des genannten Gartens und darunter mancheneue Arten genau beschrieb, und die seltneren in einem eigenenKupferwerke abgebildet herausgab *). — Dann verdienen die Leistun-gen von John Martyn, Aufseher des Universitätsgartens zuCambridge, rühmliche Erwähnung. Er gab nicht nur ein nachRay's Methode geordnetes Pfianzcnverzcichniß der Gegend von
Orchideen. Den ersten Theil gab später Jak. Ed. Smith neuheraus, unter dem Titel: küliquise Kucllieckiaaue, »iv« Lamporuinel^sevi um libri primi guss »upek«ui>t, «chcclis uomioibu» liinuaesiiin.L>o„<I. 1789. (k'ol.)
') 6«?äeiier» äictionssx. 1>ou<!. 1731. tkol ).
Dieses Werk erlebte is Auflagen, und wurde in die Sprachen fastaller civilisirten Nationen übersezt. — Dazu gehört: ok
Nie mo«t keoutysull, usetull suc! uneowmo» plant» in tlie
^aillener» llictioiisr^. 1755—1760. 2 Bde (Fvl.). Mit
3oo Kupfertafeln. Davon eine deutsche Ausgabe: Nürnberg1768 bis 1782.