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die phytographische Gesellschaft zu Gvrinka (1809); der botanischeVerein am Mittel- und Niederrhein, gegründet von Thevd.Friede. Ludw. Nees von Esenbeck, Professor zu Bonn,und Ph. Wirtgen, Oberlehrer zu Coblcnz (1835); die botani-sche Gesellschaft zu Edinburgh (1836). — Eine eigene Erscheinungunserer Zeit ist die Bildung der Aktienvercine zur Beförderung bo-tanischer Reisen, Behufs des Einsammelns ausländischer Pflanzen.Während jedoch die meisten derselben sich nur vorübergehend, zurAusführung einer einzelnen Reise gebildet haben, erlangte der schon(S. 404) erwähnte würtembergische naturhistorische Reiseverein seitseiner Gründung (im I. 1825) immer festern Bestand, und dieStifter und Vorsteher desselben, E. Steudel, Amtsphysikus, undCh. F. Hochstetter, Professor und Stadtpsarrer zu Eßlingen,welche auch, der Erste durch seinen Nomenklatur i) und der An-dere durch sein Lehrbuch ^), als achtungswcrthe Schriftsteller bekanntsind, haben sich bereits durch die Aussendung vieler tüchtigerReisenden und die von diesen nicht blos aus verschiedenen LändernEuropa's, sondern auch aus andern Weltthcilen zurückgebrachtenund unter die Mitglieder des Vereins vertheilten Sammlungengroße Verdienste um die Wissenschaft erworben *). — Noch sinddie von L. Okcn ins Leben gerufenen, alljährlich (seit 1822) ab-wechselnd an verschiedenen Orten stattfindenden Versammlungendeutscher Naturforscher und Aerzte zu erwähnen, die auch bereits
') L. Llkeultst, Romvnol-Nvr dotanicus etc. 1821 —1824. (Vergl. S.322 dieses Bandes.)
-) Ch. F. Hochstetter, Populäre Botanik, oder faßliche Anleitungzur Kenntniß der Gewächse, besonders der in Deutschland und derSchweiz am häufigsten wildwachsenden Arten, wie auch der deut-schen Culturpflanzen und der merkwürdigsten Gewächse der wär-mern Länder. Stuttgart i8ri. (8.). Mit 28 kvl. Steintaf.
Von den durch den Reiseverein ausgeschickten Reisenden sammeltenFranz Fleischer in Tyrvl, Kärnthen, Salzburg, Jstrien, auf eini-gen Inseln des Archipelagus, bei Smyrna und Mexandrien; Mül-ler in Jstrien und Sardinien; Endreß in den Pyrenäen; I. G.Kurr und I. W. P. Hübner in Norwegen; Chr. Fr. Ecklonam Kap; Wilh. Schimper in Algier, auf Cephalonia, in Ae-gypten, im peträischen und glücklichen Arabien und in Abysfinien.Außerdem wurden von dem Vereine bis jczt noch reiche Sammlun-gen aus andern Ländern, z. B. aus dem Kaukasus, aus Nord-amerika, Chili und Neuhvlland käuflich ausgegeben.