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Vulcanismus.
I.ung, durch die innere Contraction der Massen da und dort leere Zwischen-räume und Höhlungen von bedeutender Ausdehnung entstanden, etwa sowie sich in gegossenen Metallmassen (selbst in allen Flintenkugeln) undin geschmolzenen Gesteinsmassen während der Abkühlung und Erstar-rung kleinere Höhlungen ausbilden.
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Vulcanismus der Erde.
§.31. Einleitung; Begriff des Vulcanismus.
Durch die Lehre von der Wärme des Erdinnern haben wir uns denWeg zur Betrachtung der vulcanischen Erscheinungen gebahnt, diesergewaltigsten und grossartigsten Kraftäusserungen unsers Planeten, welchemehr als irgend andere tellurische Erscheinungen unser höchstes Interessezu erregen geeignet sind.
Während das Auftreten zahlloser Ueberreste von Meeresthieren inden Schichten des Festlandes, während die unverkennbarsten Spurenehemaliger F’luthen und Wasserbedeckungen, und so manche andereDenkmale der Zerstörung und Umgestaltung unsrer Erdoberfläche langeZeit hindurch fast unbeachtet geblieben sind, so haben dagegen die vul-canischen Erscheinungen in ihrer blendenden Pracht, in ihrer betäuben-den , alle Sinne aufregenden Furchtbarkeit und Majestät von jeher dieAufmerksamkeit selbst des rohen Naturmenschen auf sich gezogen. Diesel-ben Erscheinungen mussten aber auch später das ganz besondere Interessedes Naturforschers in Anspruch nehmen, weil man in ihnen den Schlüsselzur Enträthselung mancher Naturgeheimnisse geboten sah. Und in derThat lässt sich behaupten, dass uns keine Classe von Erscheinungen einetiefere Einsicht in das Innere, und einen weiteren Rückblick in die Ver-gangenheit unsers Planeten eröffnet, als die Classe der vulcanischenErscheinungen.
Die Eigenthiimlichkciten der Vulcane sind in ihren allgemeinstenZügen hinreichend bekannt. Jedermann weiss, dass für sie das Aus-stossen von Dampf und Feuer, das Hervorbrechen von geschmolzenenMassen aus dem Innern der Erde vorzüglich charakteristisch sind. Alleindiese Eruptions-Erscheinungen bilden nur eine der verschiedenen