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selten ist der reine Schwefel selbst im Torfe, wie in ältern bituminösenGesteinen. Er ist gewöhnlich in Gesellschaft von Gyps und Vitriol-Kiest"-da wo diese unter dem Einflüsse des atmosphärischen Sauerstoffs undder umhüllenden Torf-Masse sich zersetzen. Durch Oxydation diese"Kiese bildet stch auch freie Schwefelsäure, die den kohlensauren Kalk i aGyps verwandelt. Nach Bischof vermag die Humus-artige Substanz ^Torfes den schwefelsauren Kalk sofort in Schwefel-Calcium zu reduzir""'Trifft nun diese in Wasser gelöste Schwefel-Verbindung mit der aus ^Kies-Zersetzung hervvrgegangene» Schwefelsäure ebenfalls zusammen, "entsteht abermals Gyps und (da hiezu dem Wasser Sauerstoff entzog"und folglich Wasserstoff frei wird) bildet sich Schwefelwasserstoff; der» sod"er mit Sauerstoff in Berührung kommt, stch in Wasser undzerlegt, der sich in Erd- oder in Krystall-Form absetzen kann. Auf M?*liche Weise setzt sich der Schwefel dann auch in Braunkohle-Lagern,.'den stinkenden bituminösen Alaunschiefern des untern Jura bei Hildes!^!"
und in den äußerst bituminösen Gyps-Massen bei Bex ab ').
übrigen schwefelsauren Salze bieten keine weiteren Schwierigkeiten da"-Die Phoophorsäure ist, wie die Schwefelsäure, schon als freier Best''"theil der Torfmoore gefunden worden; gewöhnlich aber ist sie gebund" 'Sie fehlt wohl in keinem Torfmoore ganz. An Menge steht sie <7jederzeit der Schwefelsäure sehr nach. Da sie als Bestandtheil in wo»«Pflanzen, in den Knochen der Thiere, nach Ehrenderg selbst im ®der Infusorien, wie in der Kruste der Krebse u. s. w. vorkommt, M " 1ihr Vorbandenseyn schon deßhalb nicht überraschen; da aber diese Köf" 'mit Ausnahme der Knochen größrer zufällig in Torf versunkener Th'" 'alle auf der Stelle erzeugt sind, so müssen wir doch die endlichenebenfalls theils in den unorganischen Bestandtheilen des unterlagern^und angrenzende» Bodens Und theils wieder in den zuvor erwähn ^Zuflüssen von unten und oben suchen und dem Torfmoore als f 0 !“ 1 „nur das Anhäufungs-Bermögen zuschreiben. Am gewöhnlichsten st" .wir die Phosphorsäure in Eisenblau und Raseneisenstein, zuweilen "als?phosphorsaurem Kalk. Jene beiden ersten gehören überall i»bezeichnendsten Mineralien der Torfmoore. Däs Gisenblau (Vtaueiseneeein phosphorsaures Eisenoxydul-Hydrat, welches seiner verändern»^Mischung wegen wohl in mehre Arten zerfallen wird, isteine schmierige weiche, zuweilen weiße Masse, welche an der Luft tro ^bald schön blau, hart und selbst blättrig wird. Zuweilen dientVersteinerungsmittel der Holzfaser. — Wiegmann hat außer der vphvrsäure auch noch bastsches und neutrales humusfanres Gif-norydu.,in Raseneisenstein, darin gefunden, was indessen weniger zu den ^ te#lichen Bestandtheilen des Torfes gehören, als nur für die mit ^verwandte Entstehung sprechen mag, wie sich noch aus dem Folgenden
') Bunsen in Hausmann's Studien des Göttingische»bergmännischer Freunde, 1841, IV, 359 - 360 .