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2 (1843) Organisches Leben : Ergebnisse hauptsächlich aus der lebenden Welt über Entwickelung, Verbreitung und Untergang der früheren Bevölkerungen der Erde / von Heinrich G. Bronn
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do Schritt im Viereck nnd i' 3 ' dick. Sie bilden eine Vegetations-leereweiße Fläche, auf der man wie auf feuchtem Sande geht. Die Haupt-Masse besteht aus den Panzern des ausgestorbenen kampylodiseu« clype uSund dem Reste nach aus den lebend bekannten Arten Navicula phoenice* 1 'tron, N. fulva, N. viridis und 4 kleineren, dann aus 1 Gallionclla und1 Gomphonema. Diese Kieselguhr ist also von größtentheils noch lebendenArten gebildet und aus ihrem Vorkommen in dem Torfe wahrscheinlich-daß auch die übrigen setzt nicht als solche bekannte Arten gleichwohl nowdaselbst leben und man sie später so finden wird, wie das mit manche"

andern schon geschehen ist. Doch dürfen wir nicht verschweigen,

daß

Ehrenberg fast lauter andre Arten im Torfmoore selbst gefundenNavicula granulata als vorherrschende und lebend noch nicht gesehene Fptch'und N. viridis, Bacillaria vulgaris, Gomphonema pnradoxum (?) 11Cocconeis undulata, letzte sonst ein Salzwaffer-Bewohner.

Am südlichen-Rande und ersten Abhänge des Plateau's der Lüneburß^Haide bei Oberohe im Amte Ebstorf stellte der Oberst von HaMk"^stein im Jahr 1837 B^»hr-Versuche an, mittelst deren man anschiedenen Punkten unter einigen mit Riedgräsern bewachsenen La«>und H' tief unter dem Haideboden auf ein, nach der Entfernung geinzelnen Bohrstellen von einander zu urtheilen, sehr weit erstrecke 'wenigstens 250 Schritt langes und iso Schritt breites, mit 20'^nicht durchsunkenes Lager feiner Kieselerde gelangte, die fast aus lauwvhlerhaltenen Jnfusorien-Panzern besteht. Das Lager ist gebildet aus e> ^oberen 10'18' mächtigen rein weißen nur zuweilen etwasnnd einer untren bis 10' Tiefe durchbohrten bräunlichgrauen Abtheilg,Diese Erden find leicht, feinerdig, die helle ganz locker und die du»zerreiblich, etwa wie Stärke sanft und mager anzufühlen, an der 3 "^,hängend, nicht zwischen den Zähnen knirschend. Auf Wasser sd)»i m l)I |sie kurze Zeit, sinken dann unter und quellen auf unter Ausstöße» ,Luftblasen. Die helle Abänderung wird kleisterartig, aber nicht kledie dunklere zerschiefert sich unregelmäßig ohne ganz zu zerfallen: l* ,,hin und wieder von Adern einer reinen, kreideweißen mit Blase"r«»^zerfüllten Kieselerde durchsetzt. Bei loo« C. getrocknet hält sie nochWasser zurück: saugt aber nachher wieder 1,47 aus feuchter Luft a>kann 5,00 Wasser in tropfbarer Form in sich aufnehmen; siedurch diese Eigenschaften Talkerde und Humus und steht von gew »Kieselerde am weitesten ab. Im Feuer wird sie schnell ganz weiß ' ^mann). Die dunkle Abänderung enthält etwas merklichere ® pt,rEisenoxyd, Thon- und Kalk-Erde. Die mikroskopische Untersuchungdaß beide aus Panzern verschiedener, aber durchaus bekannteriefjt in Süßwaffern lebender Arten zusammengesetzt sind, )»in der dunklern Varietät nur noch etwas organischer Schlei p<sLpongiiiu-Nadeln und eine Menge Fichten-Pvllen kommen, a»dUmfangs ausmacht. Die Hauptmasse besteht in beiden Abthe> ^ aV j c ul #

Synedra ulna und Galtioneila aurichalcea , zwischen denen