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Erster Band.
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Bevor wir zur nähern Betrachtung der wahren Gestalt unseres Planetenübergehen, wollen wir ihn für eine geometrische Kugel halten, müssen aberzuvor an die mathematische Eintheilung erinnern, der man ihn unter-worfen hat, um sich auf seiner Oberfläche vrientiren zu können. Undda diese Eintheilung von der hohlen HimmelSkngel entlehnt ist und mitden, an derselben eingeführten Kreisen und Punkten innig zusammenhangt,so ist es nothwendig, den Blick Zuerst auf diese zu werfen. Wir folgendabei der Darstellung unseres verewigten Lehrers und vieljährigen FreundesI. E. Bode.

Zuvörderst ist zu erwähnen, daß man aus einer Kugel diejenigenKreise größte nennt, deren Ebenen durch den Mittelpunkt der Kugel gehen;alle übrigen sind kleinere Kreise. Unter allen möglichen oder denkbarenPunkten, größten und kleinern Kreisen, haben diejenigen, welche sich aufden Gesichtskreis eines Orts und den allgemeinen scheinbaren Umlauf desHimmels oder die wirkliche Fortrückung einzelner Himmelskörper beziehen,so daß dadurch den Begriffen von ihnen ihre Wirklichkeit gegeben wird,besondere Benennungen erhalten, die schon im fernsten Alterthum von denChaldäern, Ägyptern, Griechen und Arabern eingeführt worden sind, wienoch zum Theil ihre Namen beweisen. Verschiedene dieser Kreise stehendergestalt mit einander in Verbindung, daß keiner ohne den andern er-klärt werden kann, doch lassen sie sich nach drei größten Kreisen anordnen,die deshalb als Hauptkreise betrachtet werden können; sie sind unter denNamen Horizont, Äquator und Ekliptik bekannt.

Was nun zuerst diejenigen Kreise und Punkte betrifft, welche sich aufden Horizont beziehen, so versteht man unter dieser Benennung denjenigengrößten Kreis, der die jedesmal sichtbare Halbkugel des Himmels von derunsichtbaren scheidet. Wenn mau auf einem sehr weiten ebenen Feldeoder auf der See über die Erd- und Meeresoberfläche allenthalben freiwegsehen kann, so zeigt sich da, wo der Himmel mit der Erde sich zuvereinigen scheint, der Gesichtskreis. Dies ist aber eigentlich nur derscheinbare Horizont, dessen Ebene man sich, senkrecht auf der von unseremStandort nach dem Mittelpunkt der Erde gehenden Linie stehend, bis andas Himmelsgewölbe ausgedehnt vorstellen kann. Die Ebene des wahrenHorizonts geht dagegen durch den Mittelpunkt der Erde mit der Ebenedes scheinbaren Gesichtskreises parallel eben dahin. Nun aber ist dieEntfernung der Fixsterne im Vergleich mit dem Halbmesser der Erdeunendlich groß, denn sie behalten, man mag sie von zwei noch so entfern-ten Punkten der Erdoberfläche betrachten, dieselbe relative Stellung unddieselben scheinbaren Entfernungen in einem gegebenen Zeitmomente bei,