Band 
Erster Band.
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mersolstitium oder die Sommersonnenwende. Von hier geht die Sonnein den Sommer-Monaten durch die Zeichen L, K, welches sie am 21.Juli, und np, wo sie am 23. August anlangt, wieder niederwärts zumÄquator. Am 23. September erreicht sie diesen Kreis im Punktmacht abermals auf der ganzen Erde Tag und Nacht zwölf Stundenlang, und damit das Herbst-Äquinoktium oder die Herbst-Nachtgleiche.Sie rückt von da unterhalb des Äquators durch die Waage, den Skor-pion M, am 23. Oktober, und ??, am 22. November, in den Herbst-Monaten fort, bis sie am 21. December den Wendekreis des Steinbocksim Zeichen Z berührt, und damit ihre größte südliche Deklination, näm-lich 23erreicht; dann fällt das Wintersolstitium oder die Winter-sonnenwende, und bei uns ^>er kürzeste Tag und die längste Nacht, beiden Bewohnern der südlichen Halbkugel' das Entgegengesetzte ein. VomZ laüft die Sonne in den Wintermonaten wieder gegen den Äquatorhinauf durch die Zeichen Z, am 2v. Januar, und x, am 18. Februar,

bis sie den 21. März abermals den Punkt ü° v erreicht und damit ihrenjährlichen Umlauf vollendet. So entstehen die Jahreszeiten, die wir dieastronomischen nennen, und die alle vier auf dem Erdboden anzutreffensind, jedoch, wie wir gesehen haben, in den beiden Hemisphären mit ent-gegengesetzten Zeichen, so daß, wenn bei uns z. B.der Frühling alle seinePracht entfaltet, auf der jenseitigen Halbkugel der Herbst die Natur ihresSchmuckes beraubt.

Wir kommen nun zur Betrachtung der mathematischen oder astrono-mischen'Abtheilung der Erdoberfläche. Bei dieser, hauptsächlich auf denscheinbaren, jährlich um etwa 47 Grad veränderlich zeigenden Meridian-stand der Sonne sich beziehenden Eintheilung gedenkt man sich auf deren

Oberfläche wie an der innern Fläche derHimmelskugel die drei größten KreiseÄquator, Meridian und Horizont, unddie vier kleinern, nämlich die beidenWende- und Polarkreise gezogen. Der^ Mittelpunkt der Ebenen jener größtenKreise liegt mit dem Mittelpunkt derscheinbaren Himmelskugel gemeinschaft-lich im Centrum der Erde, die Ebenender kleinern Kreise aber sind als Grund-flächen von geometrischen Kegeln anzu-sehen, deren Spitze ebendahin fällt, wie sich aus der nebenstehenden Figurerklären läßt. In derselben stellt die Linie n» die Achse der Erde, n ihren

Berghaus. Bd. 3