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Nord- und s ihren Südpol vor, von denen ersterer am Himmelsgewölbenach IV, und letzterer nach 8 hinaus steht, und daher scheint sich die Him-melskugel um 8IV in vier und zwanzig Stunden zu drehen. IV^8L istein Durchschnitt der Himmelskugel in der Ebene eines Meridians, undeben darum ist nuse ein Meridian auf der Erdkugel. Durch und Lgeht der Äquator am Himmel, in dessen Ebene hier das Auge steht, da-her er als eine gerade Linie erscheint, und ue ist mithin der Erdäquator,welcher die Erde, so wie jener die Himmelskugel, in die nördliche undsüdliche Hälfte theilt. Aber nicht von diesem Umstände hat jener größteKreis seinen Namen Gleichmache; sondern, es muß daran erinnert wer-den, weil die Sonne, wenn sie im cöleftischen Äquator, oder über demterrestrischen Gleicher steht, Tag und Nacht einander gleich macht. DurchI)v geht die Ebene des Krebs- und durch LL die des Steinbockswende-kreises. Linien, welche man von vv und LL gegen den gemeinsamenMittelpunkt der Erde und des Himmels 6 gezogen denkt, werden da, wosie in cl und k> die Erde berühren, die beiden Wendekreise clä und blrbezeichnen. kO und IL sind die Ebenen des nördlichen und südlichenPolarkreises, Cirkel, welche auf der Erde in ähnlicher Art entstehen, wiedie Wendekreise. Aus der weiter oben mitgetheilten Beschreibung dercölestischen Kreise gleicher Benennung ist ihr Endzweck bekannt. DieSonne hält sich beständig zwischen ll und v am Himmel auf. Steht sieim Äquator so geht sie den Erdbewohnern unter ae durch's Zenith,und eben so unter lil, und es, wenn sie den Wendekreis des SteinbocksL, und den des Krebses H erreicht. Der cölestische Bogen L v "enthältdie doppelte Schiefe der Ekliptik oder 47°, und eben so viel der terrestrischeBogen bcl; um so viel verändert also die Sonne jährlich ihre Höhe imMeridian eines jeden Orts der Erde, oder ihren Stand gegen den einenund andern Pol. Ueber die von «k und b weiter gegen die Pole liegen-den Punkte der Erdoberfläche kommt folglich die Sonne niemals senkrecht,und auf die, dahinwärts liegenden Gegenden sendet sie ihre Strahlen mit-hin immer nur unter schiefen Winkeln.
Durch die Wende- und Polarkreise wird die Erde in fünf mit demÄquator parallel liegende Zonen oder Erdgürtel abgetheilt. Der Raumzwischen beiden Wendekreisen db und üsi, welcher nahe 23'/?° x 2 — 47Grad breit ist, heißt die heiße Zone, weil die Sonne über einem Punktederselben zwei Mal (wiewol an den Gränzen dl> und clä selbst nur einMal) im Jahr zu Mittag senkrecht steht, wodurch dann daselbst ihreStrahlen am wirksamsten werden können. Von den Räumen der Erd-oberfläche, welche von den Wende- und Polarkreisen clci und i^, ingleichen