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denn dort nahm gegen Westen die ihnen bekannte Erde ihren Anfang.Seitdem man den Seeweg um das Vorgebirge der guten Hoffnung gefun-den hatte, und die neue Welt entdeckt worden war, legte man den erstenMeridian durch den Pik von Teneriffa, weil die Seefahrer auf ihren Rei-sen nach Indien und nach Amerika diesen hohen Jnselberg gemeiniglichzu Gesicht bekamen, und ihn als Abfahrtspunkt bei ihrem fernern Wegzum Grunde legten, der nun in das weite, unermeßliche Weltmeer hinausging. Später nahm man den, die Westspitze der, ebenfalls zum Cana-rischen Archipelagus gehörenden Insel Ferro durchschneidenden Meridianals ersten Mittagskreis an. Um den Abstand desselben von dem Meri-dian der Pariser Sternwarte zu ermitteln, gingen, auf Anordnung desKardinals Richelieu, mehrere französische Astronomen nach den CanarischenInseln, aus deren Messungen hervorging, daß die gedachte Jnselspitze,welche Urmta lls In vessesn, d. h. Landspitze der Viehweide, genanntwird, 19" 5V westlich vom Pariser Meridian liege, wofür in runder Zahl20° gesetzt wurden. Spätere Beobachtungen haben aber gezeigt, daß derLängenunterschied 20" 2V 30" beträgt; so daß dieser erste Meridian um somehr ein willkürlicher ist, als er sich auf keinen bestimmten Punkt bezieht,und nur der Umstand zu seinen Gunsten angeführt werden kann, daß erdie den Alten bekannte Erde von demjenigen Theile absondert, welcher erstin neüerer Zeit entdeckt worden ist. Viel angemessener, und namentlichfür den Zweck der Schifffahrt nützlicher ist es, den Meridian irgend einerHauptfternwarte als ersten anzunehmen, weil auf ihr die Himmelserschei-nnngen regelmäßig beobachtet werden, die zur Ausmittelung der Longi-tuden führen, und auf ihren Mittagskreis all' die Phänomene sich bezie-hen, die im Laufe eines Jahres am Himmel vorkommen und zum Theilim Voraus berechnet werden können. Darum hat auch in nettester Zeitfast jede der vornehmsten seefahrenden Nationen Europa's den durch ihreHauptsternwarte gelegten Meridian als ersten angenommen; so die Eng-länder den ihrer Hauptsternwarte zu Grecnwich bei London, die Franzosenden Meridian von Paris, die Spanier den Meridian von Cadiz, die Por-tugiesen den von Lissabon. Der Mittagskreis der Pariser Sternwartedürfte aber bei der Wahl eines ersten Meridians den Vorzug verdienen,weil die Reduktion auf Ferro leicht ist, will man hin und wieder bei die-sem verharren. Folgende Angaben dienen zur Vergleichung der genanntenMeridiane:
Ferro. 20° 0<V 00" W. von Paris.
Pik von Teneriffa. ..18° 59^ 15" „ „ „
Lissabon, Sternwarte der Seekadetten 11° 2'N oo" ,, ,, ,,