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Für Stuttgart st — 48° 46' 30". lüvA. Eos. — 0,z„«g,2
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wozu die Zahl 3558,7 Z 7 deutsche Meilen gehört.
Blicken wir noch ein Mal auf das obige Täfelchen, so ergiebt sich,daß die Geschwindigkeit, womit ein unter dem Äquator liegender Ortdurch die Rotation der Erde fortgeführt wird, fast hundert Mal größerist als die Geschwindigkeit, womit ein schwerer Körper in der erstenSekunde fällt; und für Stuttgart und jeden andern Ort, der auf dem-selben Parallelkreis liegt, ist die Geschwindigkeit derjenigen nahe gleich,womit der Schall sich fortpflanzt. Knüpfen wir hieran noch eine Be-trachtung über die Geschwindigkeit, womit die Erde um die Sonne laüft,und berechnen zu diesem Endzweck die Größe ihrer Bahn, so findet man,daß die Erde täglich 355800 deütsche Meilen, stündlich 14825 Meilen,oder in einer Minute 247 Meilen und in einer Sekunde 4,, Meilen oder03650 Pariser Fuß fortgeschleudert wird. Diese Geschwindigkeit ist un-gemein viel größer, als alle Bewegungen, die wir auf der Erde zubeobachten Gelegenheit haben. Nehmen wir die Geschwindigkeit einerKanonenkugel zur Vergleichung an, und setzen die Anfangsgeschwindig-keit einer vier und zwanzigpfündigen Kugel — 2000 Pariser Fuß, sofindet sich, daß diese noch ungefähr 47 Mal geringer ist als die Ge-schwindigkeit, womit die Erde ihren Umlauf um die Sonne zurücklegt.Aber diese ist ihrer Seits viel geringer als die Geschwindigkeit des Lichts,die an Größe alle andern übertrifft, welche wir kennen. Sie ist, da dasLicht in 8 Min. 7'/? Sek. von der Sonne bis zu uns gelangt, 10313Mal größer als die Geschwindigkeit, mit welcher die Erde in ihrer Bahnlaüft, und 976000 Mal größer als die Geschwindigkeit des Schalls; ineiner Sekunde legt das Licht einen Weg von mehr als 40,000 deütschenMeilen zurück. — Wol könnte man fragen: wie ist es möglich, daß wir,z> B. in Berlin, in dem kleinen Zeittheilchen einer Sekunde, erstlich 86SFuß, und dann zweitens über vier Meilen weit fortgeführt werden, ohneetwas davon zu merken, zu fühlen? Diese Frage läßt sich einfach da-durch beantworten, daß man nur dann seine Bewegung merkt, wenn sieungleich und unsanft, bald langsamer, bald geschwinder, überhaupt un-gleichförmig ist. Die Bewegung der Erde um ihre Achse geschieht aberimmer in der größten Gleichförmigkeit, die Kraft, welche sie durch dieHimmelsräume schleudert, wirkt stets in der nämlichen Gleichförmigkeit,auf ihrer Bahn um die Sonne trifft die Erde nirgends ein Hinderniß,