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Erster Band.
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sie erleidet nie einen Stoß, sie empfing nur durch den Odem des Schö-pfers den uranfänglichen Stoß, der sie in Bewegung setzte. Wie solltees daher möglich sein, da eine Erschütterung zu merken, wo keine ge-schieht! Die doppelte Bewegung der Erde wirkt aber doch auf zweiunserer Sinne, auf das Gesicht und das Gefühl; auf das Gesicht, durchdie veränderte Stellung der Sonne und übrigen Gestirne in den verschie-denen Tages- und Jahreszeiten; auf das Gefühl, durch den größern undgeringern Grad von Wärme, den die Sonnenstrahlen bei Tag und beiNacht, im Sommer und im Winter verbreiten. Verweilen wir noch«inen Augenblick bei diesem Gegenstände, so dürfen wir nur daran erin-nern, daß wir oft eine Bewegung erleiden, und es nicht gewahr werden,und geschieht es doch, die Bewegung andern Dingen zuschreiben, vbwoldiese unbeweglich sind, d. h. in Ruhe verharren. Wer auf einem stillenWasser fährt, und dabei die Augen zudrückt, der glaubt immer auf dernämlichen Stelle zu bleiben; wenn er aber die Augen öffnet, so scheinensich die Gegenstände außerhalb des Fahrzeüges, Baüme, Haüser, Zaüne rc.,fortzubewegen, und nicht er selbst. Wer auf einem schnellern Schiffe beieinem langsamern vorübersegelt, dem scheint dieses nicht vorwärts, son- .dern rückwärts zu fahren; so sehr taüscht ihn die Geschwindigkeit seinereigenen Bewegung. Dürfen wir uns daher wundern, wenn wir aufdem großen Fahrzeüge, welches uns Gott zum Wohuplatze angewiesenhat, durch die Himmelsraüme fahren, ohne es zu merken, und dagegenglauben, daß das einzige, welches wir außerhalb unseres Schiffes sehen,die Körper des Himmels, die Bewegung leiden, die wir selbst erfahren?

Es ist oben die Größe der Oberfläche der Erde angegeben worden;das gefundene Resultat wird aber um so genauer bestimmt werden kön-nen, je schärfer man das Verhältniß des Umrings eines Kreises zu seinemDurchmesser setzt. Erweitert man in der That die Lüdolfische Zahl nochum einige Decimalen, so findet sich die Kugelfläche des Erdkörpers —S 28 iSi 6 , 2 s deütschen Geviertmeilen. Sehen wir aber von dieser genauernBestimmung ab, und bleiben bei der Größe des Erddurchmessers — 171!>deütschen M. stehen, so berechnet sich in runden Zahlen der Flächeninhaltder heißen Zone zu 3701000, jeder der gemäßigten zu 2405000 und jederder kalten Ionen zu 385000 deütschen Geviertmeilen. Diese Werthe fin-det man durch die geometrische Betrachtung, daß sich die heiße Zone zurganzen Erdoberfläche verhält, wie der Sinus von 237s ° zum Halbmesser;die beiden gemäßigten zusammen verhalten sich zur ganzen Erdfläche wieder Unterschied der Sinusse von 66 und 23 7-° zum Radius; endlich >die beiden kalten Zonen wie der Sinus versus von 23'// zum Halbmesser.