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Fragen wir endlich am Schluß dieser Darstellung von den Dimen-sionen der Erde, wie sich die durch die Wende- und die Polarkreise be-gründen Zonen hinstchts ihres Areals auf dem Ellipsoid verhalten, sogiebt uns Wollweide's strenge Formel, nach Munke'6 fernerer Berechnung,stets mit Zugrundelegung der Abplattnngs-Hypothese — '/-«g, folgendeWerthe:
D. Geviertmeilen D. Geviertmeilen
Halbe heiße Zone. . 1839123 Ganze heiße Zone . . . 3678246
Eine gemäßigte Zone . 2403988 Beide gemäßigte Zonen 4807976 '
Eine kalte Zone . . . 387139 Beide kalte Zonen . . . 774278
Drückt man diese absoluten Arealswerthe in Verhäitnißzahlen aus, sofindet man, die Oberfläche des
Ganzen Erd - Ettipsoids — 100 gesetzt,für die gemäßigten Zonen 52
für die heiße Zone.... 40
für die kalten Zonen ... 8,
woraus sich ergiebt, daß die beiden gemäßigten Erdgürtel den größtenTheil der Erdoberfläche einnehmen und die heiße Zone und die kaltenErdgürtel zusammengenommen um ein Fünfnndzwanzigstel der ganzenEllipsoidal-Fläche übertreffen.
Hören wir von einem uns bisher unbekannten Orte, so ist unsereerste Frage: wo liegt derselbe? Aus dem Obigen wissen wir, daß dieLage eines Ortes auf der Erdoberfläche durch seinen Parallel und Meri-dian, oder durch die Latitudv und Longitudo bestimmt wird. Wie beideGrößen gefunden werden, lehrt die Astronomie und Geodäsie, zwei Dok-trinen, welche außerhalb des Kreises unserer Darstellungen liegen. Dochwird es angemessen sein, eine kurze Übersicht der Methoden zu geben, umdadurch ein Mittel zu gewinnen zur Beurtheilung des Grades der Zuver-lässigkeit, der einer gegebenen Ortslage gebührt, wenn sonst der Beobach-ter das von ihm befolgte Verfahren mitgetheilt hat. Wir folgen beidieser Übersicht hauptsächlich der Darstellung von Wallace.
Was zunächst die Latitudo betrifft, so ist diese leichter und sichererzu finden, als die Longitudo. Im Verlauf von vier und zwanzig Stun-den geht jeder Stern in gleichen Entfernungen vom Pol und auf entge-gengesetzten Seiten desselben zwei Mal durch den Meridian. Wenn derStern unter dem Pol, d. i. zwischen dem Pol und dem Horizont, durchden Meridian geht, so ist seine Höhe am kleinsten; geht er aber oberhalbdes Pols, d. i. zwischen dem Pol und dem Südpnnkte des Horizontes,