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gegen die wahre Zeit des Abfahrtsortes zeigt, als stets gültige Korrek-lionsgröße in Rechnung bringen könne. Weil der Kronometer, eineMaschine also, welche eine bestimmte Zeit zu halten hat, ein so leichtesMittel darbietet, die Länge znr See zu finden, so haben die seefahrendemNationen alle Aufmerksamkeit darauf gerichtet, die Konstruktion der Uhrenzu vervollkommnen; die Belohnungen und Aufmunterungen, welche sieden Uhrmachern haben zu Theil werden lassen, sind in der That auch nichbfruchtlos geblieben, denn englische, französische und dänische, auch dentscbeKünstler verfertigen jetzt Kronometer, welche so regelmäßig gehen, daß sieMonate, ja Jahre lang kaum eine Sekunde Abweichung zeigen. Vonder richtigen Kenntniß der Länge zur See hängt nur zu oft Leben undEigenthum ab; ohne diese Kenntniß fanden Tausende von Menschen inden stürmischen Fluthen des Oceans ihr Grab; und für Milliarden anWerth haben die schaümenden Wellen verschlungen. Zur Vermeidungderartiger Unglücksfälle und zur Sicherheit der Schifffahrt überhaupt tra-gen daher die Zeithalter nicht wenig bei. Erwägt man aber, daß sie,trotz des regelmäßigen Ganges, den sie, auf einem und demselben Punktebeobachtet, zeigen, diesen dennoch einbüßen können, wenn sie, auf einerReise um die Welt z. B., außer andern Störungen, dem manchfaltigstenWechsel von Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, so hat England dengerechtesten Anspruch auf den Dank aller Seefahrer dadurch sich erworben,daß seine Regierung an mehreren Punkten der Erde Signalpoften errichtethat, von denen aus dem vorübersegelnden Schiffer die wahre Zeit deSOrts gemeldet wird, um danach den Gang seines Kronometers regulirenzu können.
Eine zweite Methode, die Länge zu finden, besteht in der Beobach-tung der Verfinsterungen der Jupiters-Trabanten. Wenn ein Ereignißam Himmel in demselben absoluten Zeitmoment an zwei verschiedenenOrten der Erde wahrgenommen werden kann, so gewährt diese Erschei-nung ein Mittel, den Unterschied ihrer Meridiane zu bestimmen; dennwenn das Phänomen an beiden Orten gesehen wird und die Zeiten ange-merkt werden, in denen es erfolgt, so giebt einleüchtender Weise ihr Un-terschied die Längendifferenz der beiden Meridiane in Zeit. Die Verfin-sterungen der Jupiters-Monde sind Phänomene dieser Art. Die Gestirne,welche den Jupiter begleiten, sind die ersten Himmelskörper, die durch dasFernrohr entdeckt wurden. Sobald sie in den Schatten des Planeten tre-ten, verschwinden sie. Diese den Mondfinsternissen ähnliche Phänomeneereignen sich viel öfter, da ein einziger der vier Trabanten innerhalb siebenTagen verdunkelt wird. Galilei, welcher mit Simon Marius diese merk-