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nun hatte Kapt. Hall die Genugthuung, den großen Zuckerhut-Felsen,welcher als Erkennungspunkt des Hafens dient, so gerade vor sich zusehen, daß er seinen Kurs kaum um einen Kompaßstrich zu verändernbrauchte, um in die Bucht von Rio einlaufen zu können.
Noch eine andere Methode, vermittelst des Mondes die Longitudo zufinden, ist die, daß man seinen Durchgang durch den Meridian beobachtet.Es sei L die Zeit an der Uhr, wenn der Mond auf dem Meridian einesgegebenen Ortes beobachtet wird, 2 die Kulmination eines bekannten Fix-sterns, 24 -ss x die Zwischenzeit zweier Durchgänge desselben Sterns;dann verhält sich 24 -j- X : X — 2 — 360° : Differenz der geraden Auf-steigung des Mondes und des Sterns in dem Augenblick der Kulminationdes Mondes. Fügt man dieser Größe die bekannte gerade Aufsteigungdes Sterns hinzu, so ist die gerade Aufsteigung des Mondes (I) für dieZeit seines Durchgangs durch den Meridian bestimmt. Nun ist desMondes Rectascenston für einen bestimmten Meridian in den astronomi-schen Kalendern für jeden Tag im Jahre gegeben, woraus die täglicheZunahme seiner geraden Aufsteigung berechnet werden kann; es sei dahern die Rectascension des Mondes, wenn er sich unter einem bestimmtenMeridian, z. B. von Berlin, befindet, die Zunahme der geraden Auf-steigung in der Zwischenzeit zwei auf einander folgender Kulminationenauf demselben Meridiane, dann verhält sich, unter Voraussetzung einergleichförmigen Veränderung der geraden Aufsteigung, : n — .4. —360° : gesuchten Länge.
Ein sehr einfaches Mittel, den Meridian-Abstand zweier Orte zu fin-den, besteht darin, daß man in hellen Nächten Feüersignale entweder durchRaketen oder freies Pulver abbrennt, die, je nach der gegenseitigen Lageder beiden Orte, auf viele Meilen weit gesehen werden können. Es han-delt sich hier, wie bei den cölestischen Begebenheiten, die zur Bestimmungder Longitudo dienen, um die genaue Zeit, in welcher jene Blickfeüerwahrgenommen werden; die Differenz beider Zeitbestimmungen giebt aber-mals den Meridianunterschied beider Orte. Durch Verkettung dieserBlickfeüer auf mehreren Stationen läßt sich binnen verhältnißmäßig kur-zer Zeit ein großer Parallelbogen messen, und es gehört nicht zu denUnmöglichkeiten, wenn man die Absicht hätte, die Blickfeüer um den größ-ten Theil der Erde zu führen, in einer Linie, welche von den westlichenKüsten Eüropa's, immer gegen Morgen sie fortpflanzend, bis an die öst-lichen Gestade der neüen Welt reichen würde.
Endlich findet man den Unterschied nicht allein der Longitudo, son-dern auch der Latitudo zweier Orte dadurch, daß man die Entfernung
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