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Erster Band.
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Schaltjahre anfangen sollte; demnach war das Jahr 160» ein Schaltjahr,1700 »nd 1800 aber Gemeinjahre, nnd eben so wird 190» ein Gemeinjahr,200» aber wieder ein Schaltjahr sein. Hiernach wurde dem, bei der Ju-lianischen Rechnung, die das Jahr durchaus auf 365'/» Tage setzt, sichnach vierhundert Jahren anhäufenden Fehler von drei überschüssigen Ta-gen bis auf eine Kleinigkeit abgeholfen, denn es bleibt alsdann nur nocheine Abweichung von nicht vollen drei Stunden (2^ 42^) vom wahrenSonnenjahr übrig, die erst nach 355» Jahren wieder einen ganzen Tagausmachen werden. Dieser verbesserte Kalender heißt nach dem Urheberder Lilianische, oder nach dem Pabst, unter dessen Pontifikat er zu Standekam, der Gregorianische, oder auch der neüe Styl, im Gegensatz zumJulianischen, den man hiernach den alten Styl nennt. Der Unterschiedzwischen beiden Kalendern ging 17V0 auf 11 Tage, weil dieses Jahr nachder Julianischen Anordnung ein Schaltjahr, nach der Gregorianischen aber,wie erwähnt, ein Gemeinjahr ist. Das Jahr I8ü» fing der neüe Kalen-der um 12 Tage früher an, als der alte, und diese Differenz dauert fürdas ganze neunzehnte Jahrhundert fort. In den beiden folgenden Jahr-hunderten ist der Unterschied 13 Tage, weil das Jahr 2VV» ein in beidenKalendern gemeinschaftliches Schaltjahr ist.

Der Gregorianische Kalender ist nicht in allen Ländern der Christen-heit zu gleicher Zeit angenommen worden, ja einige christliche Volker rech-nen noch nach dem alten Kalender. Hören wir darüber Jdeler: Der Gre-gorianische Kalender, sagt er, wurde in dem größten Theil Italiens, sowie in Spanien und Portugal, gleich an dem Tage eingeführt, den dieBulle des Pabstes festgesetzt hatte. In Frankreich geschah es erst zweiMonate später. Die katholischen Kantone der Schweiz und die katholi-schen Niederlande traten der Verbesserung 1583, Polen 1586 und Ungarn1587 bei. In Deutschland kam sie 1582 auf dem Reichstage zu Augs-burg zur Sprache. Der Kurfürst August von Sachsen, nachdem er denwegen seiner astronomischen Kenntnisse berühmten Landgrafen Wilhelmvon Hessen zu Rathe gezogen hatte, erklärte sich dawider, und die übrigenevangelischen Stände und Staaten in - und außerhalb Deütschlaud folgtenseinem Beispiel, theils aus Besorgnis;, dem Pabste zu viel einzurahmen,theils weil Mästlin und Joseph Scaliger nicht ohne Grund die Meinunggeltend zu machen gesucht hatten, daß auch die neüe Zeitrechnung nichtganz fehlerfrei sei. Der Kaiser und die katholischen Stände hingegennahmen sie 1583 an. Man pflegte nun in den öffentlichen Akten denalten und neüen Kalender oder Styl zu unterscheiden, und bei Verhand-lungen zwischen Katholiken nnd Protestanten das Datum nach beiden