Band 
Erster Band.
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wiederholte, so folgte daraus, daß nach vier Mal 365 Jahren oder 1460Jahren die Ägypter 365 Tage oder ein ganzes Jahr mehr hatten als dieInder, und ihr Jahr aufs Neue mit diesem Volke gleichzeitig anfing;die Coincidenz war also wieder hergestellt, aber die einen zählten 1460und die andern 1461 Jahre. Dieses Jahr von 365 Tagen, dessen sich dieÄgypter und auch die Perser bedienten, nennen die Kronologen das Na-bonassarische Jahr (nach dem Babylonischen Könige Nabonassar); und diePeriode von 1461 Jahren, nach welcher der Anfang des Jahres beginnt,wenn die Sonne an demselben Punkte des Himmels wieder erscheint undmit denselben Sternen gleichzeitig aufgeht, die sothische Periode oder denHundftern-Cyklus, weil alsdann der Hundsstern oder Sothis, wie ihn diealten Ägypter nannten, wieder am Neüjahrstage des bürgerlichen Jahresin der Morgendämmerung erschien. Diese Epoche betrachteten die Bewoh-ner des alten Ägypten als äußerst wichtig und begrüßten ste als einEreigniß, von dem sie glaubten, daß nach 1461 Jahren der Phönix ausseiner Asche wieder erstände.

Zu Julius Cäsars Zeit herrschte eine ziemlich große Verwirrung inder Zeitrechnung; dieser große Mann fühlte das Bedürfniß einer allge-meinen Reform und ordnete, von den Rathschlägen des Astronomen Sosi-genes unterstützt, 45 Jahre vor Christi Geburt, einen neüen Kalender an,der nach ihm der Jnlianische genannt worden ist. Es wurde festgestellt,daß mau, wie die Inder, alle vier Jahre einen Tag einschalten, unddas Jahr, auf welches diese Korrektion fallen würde, ein bissextiles(nnmi8 bissextus) genannt werden solle, eine Benennung, die davon her-rührte, daß der Schalttag der zwei Mal sechste Tag, äi68 in886xtn8, vorden 6al6ncli8 des März ist. Indessen war die Verbesserung nicht genü-gend, weil das Jahr, dadurch, daß man den Bruch 0,-5 statt 0,24225 nahm,zu lang war. Dieser Fehler, so geringfügig er auch für einen kurzenZeitraum ist, wurde jedoch nach einigen Jahrhunderten merkbar, so daßeine abermalige Reform unerläßlich schien, die dann auch, nach den Vor-schlägen des Alvisius Lilins, unter dem Pontifikat Gregors XIII. imJahre 1582 zu Stande kam. Die Frühlings - Nachtgleiche, welche am2l. März sich ereignen sollte, siel zehn Tage früher auf den 11. März,weßhalb der Pabst befahl, daß im Oktober des Jahrs 1582 zehn Tageaus dem Kalender weggelassen werden sollten, dergestalt, daß nach dem4. sogleich der 15. gezählt werde. Auch wurde bestimmt, daß, um dasFrühlings-Äquinoctium auf dem 2t. März festzuhalten, die von vier zuvier Jahren eintretenden Schaltjahre bei drei nach einander folgendenSäkularjahren ausfallen, und nur das vierte Jahrhundert mit einem