der zufolge sie lauge vor Einführung der christlichen Religion im Gebrauchgewesen seien: — Wahrscheinlicher bleibt eö immer, daß die germanischenVolker die Woche erst zugleich mit dem Christenthum erhalten und nundie römischen Namen cstss iVlnrtis, Neronrü, .lovi« und Veneris mitanalogen einheimischen vertauscht haben. Daß die englischen Benennun-gen und Dsturscln^ (bei den Schweden Tiödag,
Onsdag, und Torsdag), für Dinstag, Mittwoch, Donnerstag, von Tun,Tue, Tüg, dem Kriegsgott (Dinstag nach Adelung Gerichtstag, von Dingim alten Deütsch — Gericht), von Wodan oder Odin, dem Merkur, undvon Thor, dem Jupiter oder Donnergott der Sachsen und Skandinavier,entlehnt sind, leidet keinen Zweifel. Auch das englische kiicln^ schwe-dische Fredag und deütsche Freitag hangt höchst wahrscheinlich mit derFrea oder Friga, der Venus dieser Völker, zusammen. Sonntag undMontag sind Übersetzungen von üies soll« und Imme. Sonnabend istaus Sonntag-Abend, d. i. Tag vor Sonntag, entstanden. Das ober-deütsche Samstag ist das zusammengezogene Sabbathstag, und das eng-lische 8aturclnz,- das römische si>68 8Murm.
Die Dauer des Tages ist durch die Zeit einer Umdrehung der Erdeum ihre Achse gegeben; allein da man auch diese Rotation in Beziehungaus verschiedene Punkte bestimmen kann, so wurde es nothwendig, ver-schiedene Arten von Tagen und folglich auch Stunden, welche die Unter-abtheilungen des Tages sind, zu unterscheioen. In der Astronomie be-trachtet man gewöhnlich folgende Tage:
Den Sterntag; er ist die Zeit, welche zwischen zwei Kulminationeneines und desselben Sterns verfließt. Man theilt ihn durchgängig in 24Stunden (st), die Stunde in 60 Minuten (in), die Minute in 60 Sekun-den («) und letztere in Decimaltheile. Wegen seiner gleichförmigen Dauerwird er gemeiniglich für die Bedürfnisse der Astronomie in Anwendunggebracht.
Den wahren oder Sonnentag, der etwas länger als der Sterntagist und durch die Zeit bestimmt wird, welche zwischen zwei auf einanderfolgenden Durchgängen der Sonne durch den untern oder obern Theil desMeridians verfließt. Im ersten Falle rechnet man 24?- von einer Mit-ternacht zur andern, und man hat den bürgerlichen Tag, der bei denmeisten Völkern noch in zwei Hälften von 12^ zu 12^, in den Vormittagund Nachmittag, zerlegt wird; im andern Falle zählt man von Mittagzu Mittag und hat den astronomischen Tag. Der Überschuß des Son-nentags gegen den Sterntag ist nicht eine konstante Größe, erstlich, weil